Zur Sicherheit regelmäßig den Zahnriemen erneuern
Verschleißteile müssen bei Kraftfahrzeugen regelmäßig gewartet und ausgetauscht werden. Wer früh genug den Zahnriemen erneuern lässt, fährt sicherer und kann weitere Kosten vermeiden.
Der Zahnriemen hat beim Auto - und auch beim Motorrad - die gleiche Funktion wie der Keilriemen. Er treibt die Nockenwelle des Motors an, teilweise auch die Wasserpumpe und bei einigen Fahrzeugmodellen auch die Kraftstoffpumpe. Der Zahnriemen überträgt Bewegung von einem Rad auf das nächste. Bei Kraftfahrzeugmotoren überträgt er die Drehung von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle. Die Nockenwelle steuert die Ventile des Motors und diese Belastung ist aufgrund der Temperaturen und Drehgeschwindigkeiten besonders hoch, auch für temperaturbeständiges Neopren. Nach einer gewissen Arbeitsdauer ermüdet das Material, dann muss der Autobesitzer den Zahnriemen erneuern.
Wer den Moment verpasst, den ermüdeten, aber noch intakten Zahnriemen erneuern zu lassen, riskiert einen unkontrollierten Riss des Zahnriemens in voller Fahrt. Bei Motorradfahrern ist das eine riskante Angelegenheit, bei der der Motor das Hinterrad blockieren und zum lebensgefährlichen Sturz führen kann. Beim Auto ist ein Riss des Zahnriemens meist nicht so dramatisch, oft rollt der Wagen einfach aus. Aber der Schaden für den Motor kann ungleich größer sein. Reißt der Keilriemen oder der Zahnriemen oder springt er von der Nockenwelle, können die Kolben die Ventile und damit den Motor zerstören. Die Reparaturkosten betragen dann möglicherweise ein Vielfaches des Betrages, den man für einen Zahnriemenwechsel bezahlt hätte. Über den Daumen liegen die Kosten für einen turnusmäßigen Zahnriemenwechsel bei etwa vier bis fünfhundert Euro, bei exklusiveren Automodellen auch weit darüber. Ein Austauschmotor dagegen kostet den Autobesitzer mehrere Tausend Euro.
Um einen teuren Motorschaden zu verhindern, gibt es Empfehlungen der Autoindustrie, wann man einen Zahnriemen erneuern sollte. Meistens gilt die Empfehlung eines Riemenwechsels nach vier bis sechs Jahren (Motorräder alle zwei Jahre) oder nach 90.000 bis 100.000 gefahrenen Kilometern, je nachdem, welcher Stand zuerst erreicht wird. Manche Hersteller nennen auch eine Durchhaltedauer des Zahnriemens bis etwa 120.000 Kilometer. Einzelne Autofahrer berichten von Haltbarkeiten bis zu über 200.000 Kilometern. Aber in diesen Fällen war auch Glück im Spiel.
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