Traktoren sind heute die Motoren der Landwirtschaft.
Seit vielen Jahrzehnten sind alle Arten von Traktoren in Deutschland ein Instrument um die vielschichtigen Arbeiten in der Landwirtschaft, ohne viele Arbeitskräfte reibungslos zu verrichten.
Die ersten Traktoren wurden in Deutschland schon in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in kleinen Werkstätten in ganz Deutschland entwickelt. Eine der ersten Firmen, die einen Traktor auf den Markt brachte, war Deutz in Köln. Aber auch Firmen wie Fahr in Gottmadingen, Kramer in Überlingen oder Bautz in Saulgau waren Hersteller, die vor und vor allem nach dem Krieg gute Geschäfte mit den Traktoren machten.
Vor dem Krieg gab es noch wenige Traktoren in Deutschland. Durch den sogenannten 11er Deutz wurden viele Bauern im deutschen Reich motorisiert. Als der Krieg vorbei war und die vorübergehenden Holzvergaserfahrzeuge wieder vom Markt verschwanden, lief die reguläre Produktion von Traktoren wieder an. Durch den Weggang von vielen Arbeitskräften in die Industrie stand die Landwirtschaft längere Zeit vor dem Problem, diese durch Maschinen zu ersetzten, so dass sich der Markt für Landtechnik rasch in großen Stückzahlen entwickelte. Anfang der Sechziger Jahre waren nahezu alle Landwirte in Deutschland mit einem Traktor ausgestattet. Es ging sogar so weit, dass damals bereits einige Landwirte ihre ersten Nachkriegsschlepper durch ein größeres Fahrzeug ersetzten, so dass auch die kleinsten Nebenerwerbsbauern sich einen gebrauchten Schlepper leisten konnten. Leider ging mit dieser Entwicklung auch eine Marktsättigung und dadurch ein großes Markensterben einher. Fabrikate wie Porsche, Güldner oder Normag verschwanden für immer vom Markt. Andere Hersteller konnten aber dadurch auch ihre Marktstellung weiter ausbauen. So übernahmen die Kölner Deutz-Werke Anfang der 60er Jahre Fahr und wandelten sich so zu einem der größten Traktoren- und Landmaschinenhersteller in Europa. Ab den 70er Jahren wurden die Fahrzeuge optisch immer eckiger und technisch immer stärker und anspruchsvoller. Motoren über 100 PS waren an der Tagesordnung. Auch die Ausstattung wurde immer umfangreicher. So wurden nach und nach alle Traktoren mit einem Verdeck oder sogar einer Kabine ausgestattet. Auch die Ausstattung mit immer mehr Hydraulikanschlüssen für die immer anspruchsvolleren Anbaumaschinen ging mit dieser Entwicklung einher. Heute gibt es durch immer weniger Landwirte auch einen immer kleiner werdenden Markt für immer größer und stärker werdende Traktoren. Nur noch wenige in Deutschland produzierende Hersteller wie Fendt, Deutz-Fahr oder John Deere teilen sich einen Markt, der in Zukunft noch kleiner werden wird.
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