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Mit dem Segelflugzeug durch die Lüfte

Der Traum vom und die Faszination am Fliegen beschäftig die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Mit einem Segelflugzeug rückt er zumindest aus finanzieller Hinsicht in überaus greifbare Nähe.

Schon Ikarus versuchte mit Flügeln aus Federn und Wachs, in die Wolken aufzusteigen. Was ihm dabei passierte, ist Geschichte. Das Wachs schmolz, als er sich der Sonne näherte und der verhinderte Held stürzte in die Tiefe. Nach dem aktuellen Stand der Technik kann man über diese Legende sicherlich nur schmunzeln.

Doch auch heute noch ist das Fliegen mit einem eigenen Flugzeug relativ teuer. Anders ist das beim Segelfliegen. Schon der Erwerb der Fluglizenz ist verglichen mit einer Privatpilotenlizenz für motorbetriebene Maschinen wesentlich günstiger. Auch der Kauf eines Segelflugzeugs oder einer Flugbeteiligung ist erschwinglich. Was aber macht ein Segelflugzeug überhaupt aus? In erster Linie sind sie für ein motorloses Fliegen konstruiert und dürfen nicht mehr als 850 Kilo wiegen. Es wandelt Höhe, die als potenzielle Energie gewertet wird, in Vorwärtsgeschwindigkeit um. Vom Prinzip her eignet sich dazu fast jedes Flugzeug. Bei Segelflugzeugen ist jedoch die Gleitzahl, die sich aus verschiedenen physikalischen Faktoren bezüglich des Flugverhaltens ergibt, wesentlich höher als bei einem Motorflugzeug. Ein modernes Segelflugzeug muss ein Gleitverhältnis von mindestens 1:20 aufweisen, besitzt aber in der Regel einen Wert von 1:30 bis 1:60. Das heißt nicht anderes, als das bei einem Kilometer Verlust an Höhe eine Strecke von 30 bis 60 Kilometer geflogen werden kann. Hochleistungsflugzeuge im Segelflugsport erreichen sogar ein Verhältnis von 1:70, wobei dann allerdings auch die Spannweite fast 31 Meter misst. In die Luft kommen diese Flugzeuge aber nicht alleine, sie müssen mit Motorseglern in die Luft gezogen werden, um dann auf der Thermik zu gleiten.

Wer denkt, dass ein Segelflieger unbedingt besonders leicht sein muss, liegt falsch. Zwar kann ein leichtes Segelflugzeug schneller steigen, gleitet aber langsamer. Daher besitzen viele Segler Wassertanks. So können bis zu 300 Kilo Gewicht zusätzlich aufgenommen werden. Mit dem Ablassen des Wassers in der Luft kann man die Flugeigenschaften beeinflussen und sich somit verändernden Wetterverhältnissen anpassen. Als Faustregel gilt: Eine hohe Flächenbelastung ergibt auch eine schnelle Reisegeschwindigkeit. Vor der Landung muss man allerdings sicherstellen, dass die Tanks wieder leer sind.

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