Autotechnik: Kann man Hydrostössel selbst testen?
Hydrostössel arbeiten zwischen der Nockenwelle und den Ventilschäften bei Otto- und Dieselmotoren. Wie die Funktionalität der Hydros geprüft werden kann und wann ein Austausch notwendig ist sollte man vorher wissen.

Hydrostößel werden meist als Tassenstößel verbaut. Die Stößel stellen besondere Anforderungen an das Motoröl, das eine bestimmte Zähflüssigkeit aufweisen und in den vorgeschriebenen Intervallen gewechselt werden muss. Wenn das Öl nicht regelmäßig ausgetauscht wird, kann die Ventilsteuerung nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten. Die Folgen reichen von einer verminderten Leistung bis zu Motorschäden. Klappergeräusche nach längerem Stillstand des Motors sind aber normal. Die Hydrostössel verlieren bei Stillstand an Öl und neigen dann in den ersten Sekunden nach dem Start zum Klappern. Heute werden bereits auslaufsichere Stößel verbaut, bei denen die Klappergeräusche nicht mehr auftreten. In der Entwicklung befinden sich schaltbare Hydros, die den Treibstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent senken sollen.
Im Motor bewirken Hydrostössel eine Anpassung des Ventilspiels zwischen der Nockenwelle und den Ventilschäften. Zwischen beiden Bauteilen ist durch den Einsatz von Hydros kein Spiel vorhanden. Hydrostößel müssen nicht gewartet werden, unterliegen bei hoher Laufleistung aber sehr wohl einem Verschleiß. Eine Reparatur verschlissener Hydros ist nicht möglich: Hydrostößel müssen ersetzt werden. Zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit muss zunächst der Motor auf Betriebstemperatur gebracht werden. Treten nun Geräusche im Ventiltrieb auf, sollte die Zylinderkopfhaube ausgebaut und das Ventil entlastet werden. Der Hydrostößel wird mit einem geeigneten Keil herunter gedrückt um mit der Fühlerlehre das Spiel zwischen dem Stößel und der Nockenwelle zu messen. Wenn der Stößel das Ventilspiel von einem Millimeter überschreitet, ist ein Austausch erforderlich und unbedingt zu empfehlen.
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