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Bugatti – die französische Traditionsmarke

Wenn es Bugatti noch gäbe, hätte das Unternehmen 2009 sein hundertjähriges Jubiläum feiern können, doch leider wurde es 1969 geschlossen. Die noch existierenden Wagen dieser Marke sind heute begehrte Sammlerstücke.

Der aus Frankreich stammende Bugatti gehört zu den beliebtesten Objekten der Sammler historischer Fahrzeuge. Es gibt weltweit nur noch wenige Exemplare, die so gut erhalten sind, dass man mit ihnen noch auf der Straße fahren könnte. Hergestellt wurde das Fahrzeug zwischen 1909 und 1963 im französischen Molsheim. Der 1881 geborene Gründer Ettore Bugatti war zwar von Haus aus Italiener, suchte sich aber das Elsass als Ort der Gründung aus, weil man sich dort gegenüber der Entwicklung der Fahrzeugtechnik deutlich liberaler zeigte und in Frankreich schon sehr früh auch Autorennen gefahren wurden.

Das Highlight der Modelle war der Bugatti Royale, der dem Unternehmen auch den Ruf einbrachte, besonders exklusive Fahrzeuge zu bauen. Der Beginn seiner Entwicklung lag schon zehn Jahre nach Gründung des Unternehmens. Der Bugatti 41 ging auch als Bugatti Napoleon in die Autogeschichte ein. 1926 wurde der Prototyp des Chassis gebaut und 1928 aus Anlass eines Autorennens am Nürburgring präsentiert. Allerdings hatte man nicht mit der Weltwirtschaftkrise gerechnet, die dafür sorgte, dass die Nachfrage nach dem Bugatti Royale fast vollständig ausblieb. Insgesamt wurde er nur ein halbes Dutzend Mal produziert. Entsprechend hoch ist heute der Wert der mehr als sechs Meter langen Fahrzeuge, die man fast nur im Museum findet.

Den größten Erfolg konnte Bugatti mit dem 57er verzeichnen, den man in sechs verschiedenen Ausführungen bestellen konnte. Er besaß in den kleineren Varianten einen Motor mit 3.257 Kubikzentimetern Hubraum und die stärkste Motorisierung brachte es auf einen Hubraum von 4.743 Kubikzentimetern. Die von 1933 bis 1939 produzierte Grundvariante besaß einen doppelten Monoblockmotor, der immerhin die Kraft von 135 Pferdestärken auf die Straße brachte. Die C Ausführung mit zusätzlichen Kompressor brachte es auf 160 Pferdestärken und stand 1939 auf dem Siegertreppchen des Rennens von Le Mans.

Bugatti dachte schon 1931 an den Schutz der Umwelt. Nach den historischen Dokumenten produzierte man in diesem Jahr drei Stück des Modells Bugatti 56. Er besaß einen Elektromotor, der mit einer Spannung von 36 Volt arbeitete und 1,2 PS Leistung hatte. Der Betriebsstrom wurde durch Sechs- Volt- Batterien mit einer Gesamtkapazität von hundert Amperestunden bereit gestellt. Diese Fahrzeuge wurden allerdings nicht verkauft, sondern waren dazu gedacht, dass die Ingenieure und Abteilungsleiter des Unternehmens damit die Wege auf dem eigenen Werksgelände zurück legen konnten.

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