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Der Vespa Roller, ein wendiger Italiener

Der Vespa Roller, die italienische „Wespe“, macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie ist ebenso schnell und wendig wie das Insekt. Das Fahrzeug hat sich zum weltweit beliebtesten Roller etablieren können.

Seine Anfänge hatte der Vespa Roller im Jahr 1946, allerdings wurde er zu dieser Zeit noch als Paperino bezeichnet und kam mit 98 Kubikzentimetern und einer maximalen Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern auf den Markt. Der Vespa Roller wurde vom Italiener Carradino D’Ascanio erfunden, der als Ingenieur den eigentlichen Traum hegte, einen Hubschrauber zu konzipieren. Von Piaggio wurde er allerdings direkt nach Kriegsende beauftragt, ein Fahrzeug im Sinne der Vespa zu entwickeln. Der vor und während des Krieges aktive Konstrukteur von Kriegsflugzeugen wollte nach dem Krieg nicht wieder die Entwicklung von Töpfen und Pfannen aufnehmen und nahm somit den Auftrag von Piaggio gern an. Gestellte Aufgabe von Piaggio bei dem Vespa Roller war es, ein Fahrzeug zu kreieren, das ebenso einfach und leicht zu fahren war wie es auch im Verbrauch sparsam sein sollte. Das Ergebnis war die als solche bezeichnete Ur-Vespa „98“. Dem Unternehmen Piaggio war es zudem sehr wichtig, dass dieses Fahrzeug mit den bereits bestehenden Produktionsanlagen ohne größere Veränderungen umgesetzt werden konnte. Carradino ging an die Aufgabenstellung ohne jegliche Voreingenommenheit heran, und so entschied er sich, den Vespa Roller mit einem Direktantrieb auszustatten. Dies war auch aus dem Grunde schon wichtig, dass die Kriegszeiten als Notzeiten einen Materialmangel mit sich brachten und der Kettenantrieb somit auch nicht realisierbar war. Damit der Vespa Roller alltagstauglich war, durfte er auch nicht mit Motorenteilen ausgestattet sein, die eine Verschmutzung der Kleidung mit sich brachten. Der Motor wurde deshalb verdeckt untergebracht, und auch der Reifenwechsel wurde so einfach wie bei einem Auto.

Die Idee für den Vespa Roller war, dass die Konsumenten mit einem Fahrzeug ausgestattet werden sollten, dass optisch ansprechend war, kostengünstig im Betrieb sein sollte und damit trotz der Entbehrungen, die die Nachkriegszeiten mit sich brachten, für den Durchschnittsverbraucher finanziell tragbar war. Auch im Hinblick auf die stark beschädigten Straßen mussten hier Lösungen gefunden werden, somit war auch an die Belastbarkeit des Vespa Rollers große Anforderung gestellt. Am 23. April 1946 war der Vespa Roller soweit ausgefeilt, dass er zum Patent angemeldet werden konnte. So konnten die italienischen Bürger nun mit lediglich 3,2 PS ausgestattet mit immerhin 60 Stundenkilometern Geschwindigkeit trotz schlechter Straßenverhältnisse vorankommen.

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