Thema Zweirad: Alles rund um Motorrad Rennreifen
Neben einem leistungsfähigen Antrieb sind bei einem Motorrad Rennreifen wichtig, um maximale Beschleunigung und in Kurven gute Haftung zu erreichen. Die richtige Wahl bedeutet Sicherheit in jeder Situation.
Wer ein Motorrad hat, weiß, dass es oft mehr Spaß macht, als das Auto - vor allem, wenn das gute Stück ordentlich Leistung bringt. Dabei ist der Motor ab einer bestimmten KW-Zahl nicht einmal mehr der entscheidende Faktor. Wie gut das Motorrad beschleunigt, entscheiden dann nämlich die Reifen. Eine optimale Kraftübertragung erreicht man vor allem mit entsprechenden Rennreifen, weil sie aus weicherem Material gefertigt sind, das obendrein besser haftet. Dabei ist die Geschwindigkeit nicht der einzige Faktor, den die neuen Reifen verbessern: Auch die Fahrsicherheit wird durch die bessere Bodenhaftung erhöht, weil die Maschine in der Kurve mehr Grip hat. Wie bei jeder anderen Sache auf dieser Welt auch, gibt es hier ebenfalls einen Haken: Der Reifen nutzt sich umso schneller ab, je weicher das Gummi ist. Nur ein guter Reifen bietet lange Lebensdauer bei hoher Leistung.
Beim Kauf braucht man einige Informationen, die für die Auswahl des richtigen Modells wichtig sind. Die Ausmaße eines Reifens werden durch vier Werte festgelegt. Die ersten Beiden sind Zahlenwerte, auf die eine Buchstabenkombination aus V, B, Z oder R folgt. Der erste Zahlenwert steht für die Breite in Millimeter, während die folgende Nummer das Verhältnis der Breite zum Querschnitt angibt. Die beiden Buchstaben können unterschiedliche Bedeutungen haben, sodass ein R zum Beispiel signalisiert, dass es sich um einen Radialreifen handelt. Zu guter Letzt gibt es bei Motorrad Rennreifen noch eine Besonderheit, die man von Autos nicht kennt: der Geschwindigkeitsindex. Er besteht aus einem Buchstaben zwischen B und W, der die maximale Geschwindigkeit angibt, für die der Reifen freigegeben ist. So bedeutet ein B, dass man maximal 50 Kilometer pro Stunde fahren darf, während W für bis zu 270 Kilometer pro Stunde steht. Manchmal trifft man auch ein W in Klammern an, was so viel bedeutet, wie: Dieser Reifen ist für Geschwindigkeiten über 270 km/h freigegeben.
Außerdem trifft man bei Motorrad Rennreifen oft auch zwei andere Kürzel hinter der eigentlichen Bezeichnung an: TL bedeutet tubeless, also, dass der Reifen keinen Schlauch hat, während TT das Gegenteil signalisiert.
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