Modellflugzeuge - Vorgänger des bemannten Fluges
Ferngesteuerte Modellflugzeuge werden hauptsächlich für das Hobby und für Wettbewerbe gebaut. Aber auch in der Geschichte der Luftfahrt kamen sie schon zum Einsatz.
Die Geschichte der Luftfahrt ist eng mit den Modellflugzeugen verbunden. Bereits im Jahre 428 vor Christi erbaute der Mathematiker und Philosoph Archytas von Tarent ein Modell, was einem Vogel sehr ähnlich sah und flugfähig war. Das erste Spielzeug in Form eines Hubschraubers wurde zur gleichen Zeit in China bekannt. 1804 wurde ein erfolgreiches unbemanntes Gleitflugmodell erschaffen. Ein mit Dampf betriebener Modellhubschrauber ging im Jahre 1877 in die Lüfte. Das erste Buch zum Thema Flugmodellbau erschien bereits 1913 und auch heute werden die Modelle als Hobby gebaut.
Modellflugzeuge sind Nachbildungen von Luftfahrzeugen und werden unterschiedlich gesteuert. Freifliegende Modelle kommen ohne Piloten aus. Dazu gehören Segelflieger, Saalflugmodelle sowie Flieger mit Verbrennung- oder Elektromotor. Auch Magnetsteuerung ist möglich. Bei leinengesteuerten Modellen bedienen Steuerleinen das Höhenruder. Drahtlos funktionieren die ferngesteuerten Modellflugzeuge. Dafür sind ein drahtloser Sender sowie ein Empfänger im Flugzeug notwendig. Durch Funksignale werden Rudermaschinen angesteuert. Technisch versierte Modellflieger entwickeln auch selbst. Detailgetreu von Originalen dienen sie meist dem Sammler, Funktionsmodelle werden für Wettbewerbe hergestellt. Ferngesteuerte Modellflugzeuge sind Realität in Kleinformat.
Der Betrieb von Modellflugzeugen ist in der Luftverkehrsordnung geregelt. Ein Modell unter 5 Kilogramm Gewicht bedarf keiner speziellen Starterlaubnis, allerdings ist ein Mindestabstand zu Flughäfen einzuhalten. Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Eine Ordnungswidrigkeit begeht, wer ohne ausreichende Versicherung ein Flugmodell im öffentlichen Luftraum bewegt. Modellbauvereine stellen häufig geeignete Flugplätze für die kleinen Flieger zur Verfügung. Vielfach werden Wettbewerbe um Bestleistungen ausgetragen. Auch gibt es Weltmeisterschaften in verschiedenen Kategorien und Klassen.
Menschen, die sich mit Flugmodellen beschäftigen, schließen sich oft Clubs an, um ihr Hobby in Gemeinschaft zu erleben. So entstehen wahre Wunderwerke der Miniaturtechnik. Bei den wirklichen Fans ist der Selbstbau Ehrensache. Zur Königsklasse gehört das Bauen und Fliegen eines Hubschraubers, denn die Fernsteuerung benötigt viel Fingerspitzengefühl. In Kursen können Liebhaber den praktischen Umgang testen oder sich einem Verein anschließen. Auf Messen und Sammlerbörsen sowie im Internet ist ein reger Austausch der Modellfans beliebt und erwünscht.
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