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Windkraftanlagen in Deutschland

Immer mehr rücken alternative Energien in den Fokus bei der Stromgewinnung. Einen bedeutenden Anteil nehmen dabei neben Fotovoltaik und Erdwärme die Windkraftanlagen in Deutschland ein.

Windkraftanlagen in Deutschland definieren sich dadurch, dass sie die kinetische Energie des Windes, - auch Bewegungsenergie genannt - in elektrischen Strom umwandeln und ins Stromnetz einspeisen. Der Wind wirkt auf die Rotorblätter, und diese Rotationsenergie wird wiederum an einen Generator weitergegeben. Ideengeber für die ersten Windkraftanlagen in Deutschland waren vor allem die Windmühlen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde so Energie erzeugt. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fand Albert Betz dann heraus, dass lediglich knapp 60 Prozent der im Wind vorhandenen Energien genutzt werden können. Dennoch ist seine Theorie noch heute maßgeblich für die aerodynamischen Grundlagen von Windkraftanlagen.

Zur Verbesserung kam es in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts, und 1980 schließlich setzte sich das dänische Konzept in Sachen Windkraftanlagen durch. Einen regelrechten Boom erhielt die Windenergie jedoch erst ab 1991 mit dem sogenannten Stromeinspeisungsgesetz. Hier wurde bindend festgelegt, dass auch die großen Stromgiganten Elektrizität, die aus regenerativen Umwandlungsprozessen stammt, ankaufen und vergüten müssen. Nach und nach entstanden die ersten Windparks. Mittlerweile zählt Deutschland weltweit zu den Marktführern in dieser Technologie.

Die Effizienz einer Windkraftanlage richtet sich in erster Linie nach der Rotorgeschwindigkeit und dem Wirkungsgrad der Anlage. Etabliert haben sich dabei vor allem Windräder mit Dreiblatt-Rotoren. Die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Umwelt sind dabei relativ gering. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Geräuschentwicklung und auch der Schattenwurf Einfluss auf Mensch und Tier nehmen. Eine der größten Versuchsanlagen in Deutschland ist die GROWIAN. Hier wurde festgestellt, dass etwa 1000 Vögel pro Jahr durch Windräder zu Schaden kommen. Laut Umweltorganisationen besteht jedoch keine Gefahr für die Erhaltung derselben. Ausgenommen davon sind vielleicht der Rotmilan und der Seeadler. Ebenso hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass zunehmend auch Fledermäuse durch Windkraftanlagen in Deutschland gefährdet werden können.

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