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Handgewindebohrer – das Muss für Bastler

Der Handgewindebohrer ist ein Werkzeug, mit dessen Hilfe man stabile Verbindungen zwischen einzelnen Bauteilen schaffen kann, die jederzeit wieder gelöst werden können.

Im privaten Bereich und in kleineren Werkstätten ist es aus Gründen der Rentabilität oft nicht sinnvoll, sich elektrische Maschinen anzuschaffen, mit denen DIN gerechte Gewinde geschnitten werden können. Der Handgewindebohrer ist hier die preiswerte Alternative, mit der man ebenso präzise Riefen für das Einbringen von Schrauben in die unterschiedlichsten Materialien schneiden kann.

Am besten ist es natürlich, man kauft sich seine Handgewindebohrer gleich im Set. Dann ist man auf die unterschiedlichsten Anforderungen gut vorbereitet, die in diversen Größen und der vorhandenen Materialvielfalt bestehen können. Außerdem bekommt man dann gleich noch einen Kernlochspiralbohrer und ein einstellbares Windeisen dazu.

Doch wie funktioniert so ein Handgewindebohrer eigentlich? Zuerst muss man ein Loch in das zu bearbeitende Material bohren. Das nennt der Fachmann das Kernloch und weiß, dass es einen geringeren Durchmesser als das danach zu schneidende Gewinde aufweisen muss. Die Größe ist abhängig vom Durchmesser der später einzubringenden Verschraubung und der Stärke des zu fertigenden Gewindes. Der Handgewindebohrer hobelt bei Kunststoff und leichteren Metallen die Riefen aus. Bei Metall wird aber teilweise auch mit Verformungstechniken gearbeitet. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Methoden der Berechnung des zu Beginn zu bohrenden Kernlochs.

Bei besonders schweren und harten Metallen benötigt man zusätzlich zum Handgewindebohrer noch eine Schneidpaste, die es auch als Edelstahlschneidpaste gibt. Bei leichteren Materialien kann mit einem Schneidölspray gearbeitet werden. Für das maschinelle Schneiden von Gewinden gibt es spezielle Hochleistungsschneidpaste die gleichzeitig einen kühlenden Effekt hat. Auf dieses Zubehör sollte man keinesfalls verzichten, denn es hilft nicht nur dabei, eine hohe Präzision bei den zu schneidenden Gewinden zu erzielen, sondern sorgt auch dafür, dass man beim Schneiden weniger Kraft aufwenden muss.

Die Handgewindebohrer werden eingesetzt, um metrische Gewinde nach der DIN 13 schneiden zu können. Dabei spricht der Fachmann auch von einem ISO Regelgewinde. Die Normierung stellt sicher, dass man für die Schaffung von lösbaren Verbindungen mit dem geschnittenen Gewinde Standardschrauben einsetzen kann, die man in jedem Baumarkt kaufen kann. Der Handgewindebohrer sollte deshalb in keinem Werkzeugschrank einer Hobbywerkstatt mehr fehlen, zumal er schon sehr preiswert zu haben ist.

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