Nur Sprache ist out - die Zukunft heißt Videotelefonie
Seit einem Jahr hat die Technik den Sprung zur Videotelefonie gemeistert. Doch insbesondere bei den mobilen Anwendungen gibt es noch einiges zu beachten.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Videotelefonie. Manche Ansätze verwenden Festnetzanschlüsse, andere wiederum Computer mit Internetanschluss, während auch die mobile Anwendung möglich ist. Rein technisch ist die Videotelefonie aufwendiger, als man denkt, weil neben der Sprache auch Steuersignale zur Synchronisation der Videobilder transportiert werden. Ferner belasten die beiden Videospuren und Korrekturen zur Echounterdrückung nicht nur die Leitung, sondern die beteiligten Computer beziehungsweise Telefone, weil die Daten erst komprimiert, also transportfähig verpackt, werden müssen.
Mit dem Handy ist Videotelefonie deshalb nur dann möglich, wenn ein sogenanntes 3G-Netz erreichbar ist. Das kann UMTS oder HSDPA sein - Hauptsache Breitbandinternet. Generell ist HSDPA aber deutlich schneller als UMTS, während Videotelefonie mit beidem möglich ist. Für das Festnetz ohne Computer hat sich noch keine Lösung auf dem Markt etabliert, sodass man nur entweder von Handy zu Handy, oder von Handy zu Computer, beziehungsweise umgekehrt telefonieren kann. Auch Gespräche von Computer zu Computer sind problemlos und sogar kostenlos möglich - zum Beispiel über die Telefoniesoftware Skype. Sie ist kostenlos und unterstützt sogar Konferenzen mit bis zu zehn Teilnehmern.
Die Kosten halten sich auch sonst in Grenzen. Am Computer braucht man einen Lautsprecher, das Mikrofon und eine Webcam - all diese Hardware ist inzwischen im unteren zweistelligen Bereich auf dem Markt. Auch der Breitband-Internetanschluss schlägt mit weniger als fünfzig Euro im Monat zu Buche. Bei der mobilen Version wird es allerdings bereits teurer. Videotelefonie-fähige Handys kosten über hundert Euro - auch die Datentarife sind hier nicht billig - und die Kosten für das Videogespräch selbst dürften sich etwa im Bereich eines normalen Gespräches beim jeweiligen Anbieter bewegen.
Dabei sind allerdings Gespräche gemeint, die per VoIP über das Internet vermittelt sind. Voraussetzung für diesen Tiefpreis ist deshalb auch die Anmeldung bei einem Drittanbieter, wie Skype und die Installation der jeweiligen Handy-Software. Es gibt natürlich auch eine Standardmethode über das Handynetz. Momentan bewegen sich die Preise für eine Minute Direkt-Telefonat ohne Drittanbieter noch im fünfzig-Cent-Bereich. Das wird sich aber bald ändern, weil die Technik erst im Kommen ist.
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