Schnurgebundene Telefone sind noch im Einsatz
Schnurgebundene Telefone werden zwar mehr und mehr durch die komfortableren DECT-Telefone abgelöst, sind aber immer noch im flächendeckenden Einsatz.

Das kabelgebundene Telefon eroberte kurz darauf, als Nachfolger des Telegraphen, die Welt. Während die Gespräche anfangs nur über ein Kurbeltelefon pro Dorf geführt werden konnten und von Menschen, meistens Frauen, vermittelt wurden, entwickelte sich das Telefonnetz zunehmend. Die Apparate wurden mit Wählmechanismen ausgestattet und wurden für jedermann verfügbar. Dadurch wurden sie aber auch zunehmend zum Problem. Die Leitungen waren in großen Städten, wie London, so dicht, dass sie das Sonnenlicht verdeckten.
Bis zuletzt änderte sich nicht mehr viel an der Technik, bis das Digitale Zeitalter auch im Telefonsektor Einzug erhielt. Dies begann mit der ISDN-Technik, welche zwei Telefonate gleichzeitig und in höherer Qualität ermöglichte. Auch das Internet wurde anfangs über Telefone realisiert. Man musste per Hand eine Nummer wählen und den Hörer auf ein besonderes Gerät legen - das Modem. Später funktionierte die Datenübertragung auch ohne den Umweg über den Hörer, indem man das Modem direkt am Telefonnetz anschloss. Das Internet war dann allerdings sehr langsam - in etwa 56 Kilobyte pro Sekunde. Die ISDN-Technik versorgte ebenfalls schnurgebundene Telefone, ermöglichte aber bis zu 256 Kilobyte pro Sekunde.
Bis Einführung des DSL war das die modernste Möglichkeit der Kommunikation für Privatpersonen. Mit dem DSL kam eine völlig neue Funktionsweise für schnurgebundene Telefone auf den Markt - das VoIP. Es heißt so viel, wie Voice over Internet Protokoll - also Stimmübertragung über das Internet. Die Vorteile sind sehr kostengünstige Gespräche - es fallen fast nur die Internetkosten an, man kann sehr große Konferenzen führen oder auch ein Videobild übertragen. Dafür ist allerdings ein besonderes Telefon oder ein Computer notwendig. Seit kurzen sind auch Modems auf dem Markt, an die man ein normales Telefon anschließen kann. Das Gespräch wird in digitale Signale übersetzt und dann über das Internet geführt.
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