Elterngeld für Väter: mehr Zeit für die Familie
Während früher die Erziehung reine Frauensache war, entscheiden sich heute auch immer mehr Väter dafür, Elternzeit zu nehmen. Das ist vor allem dem Elterngeld zu verdanken, welches auch Männer in Anspruch nehmen können.
Die erste Zeit im Leben eines Kindes verbringt es meist hauptsächlich zusammen mit der Mutter. Das liegt unter anderem daran, dass viele Männer nach wie vor die Mehr- oder Alleinverdiener in der Familie sind. Um auch den Vätern einen intensiveren Kontakt zu ihrem Nachwuchs zu ermöglichen und ihnen die Elternzeit näher zu bringen, wurde in die Familienpolitik das Elterngeld auch für Väter eingebaut.
Damit sie einen Anspruch auf Elterngeld haben, müssen Männer einige Punkte beachten. Eine Zahlung ist nur möglich, wenn die Elternzeit mit einem Vorlauf von sieben Wochen beim Arbeitgeber angemeldet wurde, die wöchentliche Arbeitszeit 30 Stunden nicht übersteigt und der Vater das Kind in seinem Haushalt betreut. Beantragt wird das Elterngeld bei den zuständigen Stellen. Im Antrag wird bereits angegeben, wie viel Elternzeit Mutter oder Vater nehmen möchten. Die Angaben können während der Elternzeit auch noch geändert werden.
Die Höhe beträgt, ab einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro, monatlich 67 % des bisher gezahlten Lohnes, höchstens jedoch 1.800 Euro. Generell ist es möglich, dass beide Elternteile gleichzeitig in Elternzeit gehen oder auch der Vater die komplette Elternzeit in Anspruch nimmt. Das lohnt sich vor allem dann, wenn die Frau in der Familie Mehrverdiener ist. Elterngeld wird insgesamt 14 Monate ausgezahlt. Die Zahlung kann jedoch auch auf zwei Jahre aufgeteilt werden. In Deutschland haben werdende Eltern das Recht, bis zu drei Jahre für die Erziehung ihres Kindes zu Hause zu bleiben. Dies gilt sowohl für Mütter als auch für Väter.
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