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Erwerbsunfähigkeit kann finanzielle Folgen haben

Die Leistungen der gesetzlichen Kassen im Fall einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit sind in erheblichem Maße reduziert worden. Private Versicherungen können jedoch für den Fall der Fälle Abhilfe schaffen.

Was passiert eigentlich, wenn der Hauptverdiener einer Familie plötzlich nicht mehr arbeiten kann? Diese Frage beschäftigt sicher viele Bundesbürger. Und das aus gutem Grund, schließlich sind die von staatlicher Seite geleisteten Unterstützungen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in erheblichem Maß reduziert worden. Gerade junge Familien, die noch nicht über ein großes Sparvermögen verfügen und möglicherweise von der Abzahlung eines Immobilienkredites betroffen sind, können schnell vor großen finanziellen Problemen stehen.

Grundsätzlich ist eine Erwerbs- von der Berufsunfähigkeit zu unterscheiden. Berufsunfähig ist, wer teilweise oder vollständig nicht mehr in der Lage ist, dem bislang ausgeübten Beruf nachzugehen. Erwerbsunfähig ist, wer generell nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten. Gegen beides kann sich ein Verbraucher durch privat abgeschlossene Versicherungen schützen. Dabei ist eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit deutlich teurer und schwieriger zu erhalten. In der Regel greifen Berufsunfähigkeitsversicherungen jedoch schon ab dem Zeitpunkt, wenn der Betroffene nur noch 50 Prozent des typischen Arbeitsaufwandes seines Berufs erbringen kann. Gerade solche Tätigkeiten, die mit einem hohen Risiko verbunden sind, wie zum Beispiel Dachdeckerarbeiten, werden von den Versicherungen daher oft nicht versichert. Denn die Gefahr, dass im Fall der Fälle gezahlt werden muss, ist deutlich größer als zum Beispiel bei einer Bürotätigkeit.

Eine Versicherung für Erwerbsunfähige ist in der Regel mit deutlich niedrigeren monatlichen Beiträgen verbunden. Sie ist in gewissem Maße unspezifischer, da sie keine Eingrenzung auf einen bestimmten Beruf beinhaltet. Gerade für Personen ohne Berufsausbildung und -erfahrung, aber auch für Studenten und Hausfrauen ist eine solche Versicherung eine gute Alternative, um sich gegen die Unwägbarkeiten des Alltags abzusichern. Eine Versicherung für Erwerbsunfähige ist deutlich günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Grund ist einfach: Sie greift in der Regel erst ab dem Zeitpunkt, wenn jemand zu 100 Prozent nicht mehr in der Lage ist, eine Tätigkeit - gleich welcher Art - auszuüben.

Sowohl die Erwerbs- als auch die Berufsunfähigkeit muss üblicherweise durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden. Aus dieser sollte ersichtlich sein, ob die festgestellte Unfähigkeit vollständig auf Dauer oder nur für eine gewisse Zeit oder in einem gewissen Maß gilt. Die Beeinträchtigungen können dabei sowohl physischer (körperlicher) als auch psychischer (seelischer) Natur sein. Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen werden von verschiedenen Versicherungsgesellschaften angeboten. Deren Kosten und Leistungen unterscheiden sich zum Teil deutlich. Bevor sich ein Verbraucher also für den Abschluss einer bestimmten Versicherung entschließt, sollte er zuvor mehrere Angebote eingeholt und verglichen haben. Neben der Versicherungshöhe und den monatlichen Beiträgen sollte das Augenmerk vor allem der Frage gelten, ab wann die Versicherungsleistungen konkret greifen bzw. welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Im Internet stehen diverse Vergleichsportale zur Verfügung, die einen solchen gezielten Vergleich erlauben. Darüber hinaus kann es jedoch auch sinnvoll sein, einen unabhängigen Berater zu konsultieren.

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