Aktienkennzahlen Berechnung - Börsen-Hintergrundwissen
Das Wissen um die Aktienkennzahlen Berechnung ist nützlich bei der Beurteilung von Anlagechancen in Aktien und bei der Aktienauswahl. Man kann sie beliebig komplizieren – die einfacheren sind aber schneller verstanden.
Um einzelne Aktien besser vergleichen und ihre Chancen für eine positive Kapitalanlage beurteilen zu können, sind Kennzahlen sehr nützlich. Sie bringen gewissermaßen auf den Punkt, was man sich sonst erst zusammensuchen müsste. Doch nicht jede Kennzahl ist auch immer brauchbar. So ist beispielsweise die Umsatzrendite in der Industrie eine beachtenswerte Kennzahl. Im Bankenbereich dagegen fehlt ihr die Aussagekraft. Manche Kennzahlen sollten deshalb nur zum Vergleich innerhalb der Branche genutzt werden. Dort sagen sie dann zuverlässig, wer besser und wer schlechter ist.
Allerdings sind noch zwei allgemeine Regeln zu beachten. Basiert die Aktienkennzahlen Berechnung auf vergangenheitsbezogenen Bilanzwerten, sagt sie nichts über die Zukunft aus. Basiert sie auf Zukunftswerten, so kann sich der Analyst, der die Daten schätzt, durchaus irren. Diese Unsicherheit kann etwas vermindert werden, wenn man die Kennzahl über einen Zeitraum hinweg verfolgt.
Die Aktienkennzahlen Berechnung für einige bekannte Werte sei nachstehend beispielhaft dargestellt.
Die Dividendenrendite, Dividende geteilt durch Kurs, ist eine allgemein ermittelbare Kennzahl. Je höher die Rendite, desto besser wird der Kurs gestützt, solange die Dividende nachhaltig verdient wird. Ein Unternehmen, das die Gewinne nicht ausschüttet, sondern thesauriert, wird hier benachteiligt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV oder PER (Price-Earnings-Ratio) ist da neutraler. Es ist unabhängig von der Ausschüttung. Oft wird es auch auf der Basis künftiger, also geschätzter, Gewinne errechnet.
Der Techniker unter den Börsenfans interessiert sich nicht für solche fundamentalen Werte. Er entscheidet nur anhand der von ihm berechneten Kursverläufe. Ein Beispiel: Eine Aktie hat sich innerhalb der letzten Monate stetig nach unten bewegt. Aus den letzten 200 Kursen kann täglich ein Durchschnittskurs ermittelt werden. Wenn der Kurs der Aktie steigt und diese 200-Tage-Linie von unten nach oben durchbricht, ist dies für den Techniker eine wichtige Kennzahl, die er einem Aktienchart entnehmen kann, und das Signal zum Kaufen. Er achtet außerdem auf bestimmte Kursformationen, die er ebenfalls zu interpretieren versteht.
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