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Die Riester-Rente: Angebot will vorher gut geprüft sein

Längst ist es üblich geworden, sich bei der Rentenvorsorge nicht mehr nur auf staatliche Mittel zu verlassen. Um auch im Ruhestand den Lebensstandard halten zu können, ist eine private Altersvorsorge notwendig.

In der Vergangenheit zeichnete sich das Rentensystem durch eine entsprechende Ausgewogenheit aus. Noch vor drei Jahrzehnten galt die Rente, wie sie bis dahin bekannt war, als sicher. Heute sieht die Situation gänzlich anders aus. Obwohl auch heute die Arbeitnehmer während ihres gesamten Arbeitslebens in die Rentenversicherung entsprechende Beiträge einzahlen, ist das Gleichgewicht zwischen Einzahlung und Rente längst gestört. Eine moderne Altersvorsorge gliedert sich heute in verschiedene Bereiche und beinhaltet auch die private Vorsorge für die Zeit nach dem Arbeitsleben. Durch die weitreichenden Rentenreformen im Jahr 2002 entstand die sogenannte Riester-Rente.

Obwohl es sich bei der Riester-Rente um eine private Zusatzrente handelt, unterliegt diese Form der Altersabsicherung dennoch einer weitreichenden staatlichen Förderung. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies, schließt er einen Riestervertrag ab, erhält er vom Staat eine entsprechende Zulage. Zudem bietet sich die Möglichkeit, werden die Voraussetzungen erfüllt, vom steuerlichen Sonderausgabenabzug zu profitieren. Dafür ist es notwendig, dass der Sparer Monat für Monat von seinem Bruttogehalt einen vertraglich festgelegten Anteil in seinen Riestervertrag einzahlt. Neben einer Grundzulage gewährt der Staat dann noch für jedes Kind des Sparers eine Kinderzulage. Mit Beginn der Rente erfolgt dann eine monatliche Auszahlung. Wie genau sich diese Auszahlung gestaltet, hängt von der jeweils gewählten Anlageform ab. Um einen Riestervertrag abschließen zu können und somit in den Genuss der Fördermittel zu kommen, muss der zukünftige Sparer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sein. Selbstständig tätige Personen oder all diejenigen, die freiwillig rentenversichert sind, können keine oder keine unmittelbare Riesterförderung erhalten. Gleiches gilt für die sogenannten Minijobber, da sie versicherungsfrei beschäftigt sind.

Mittlerweile gibt es die Riester-Rente bereits mehrere Jahre und die Zahl der Vertragsabschlüsse hat längst die 10-Millionen-Grenze überschritten. Dennoch wird die Diskussion, wie lohnenswert diese Spar- und Anlageform für die Altersvorsorge wirklich ist, auch heute mit entsprechender Intensität geführt. Geht der Sparer aber bei Vertragsabschluss von reellen Bedingungen aus, so kann diese private Zusatzrente durchaus zur Entspannung der finanziellen Situation im Ruhestand maßgeblich beitragen. Die Angebotsvielfalt rund um das Thema Riester-Rente ist heute sehr groß. Die Bedürfnisse und die Anlagemöglichkeiten eines Sparers gestalten sich sehr individuell. Aus diesem Grund ist eine persönliche Beratung immer hilfreich, um den passenden Anbieter und die richtige Anlageform zu finden.

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