Diese Risiken beinhalten OTC Derivate!
Außerbörslich gehandelte Derivate bieten den Akteuren auf den Finanzmärkten einige Vorteile – so werden beispielsweise Börsengebühren gespart. Doch der OTC-Handel birgt auch Risiken.
OTC ist die Abkürzung für Over the Counter (frei übersetzt: über den Ladentisch) und bezeichnet den außerbörslichen Handel mit Wertpapieren oder Finanzderivaten. Innerhalb der Börsen werden nur standardisierte Produkte angeboten, was die Auswahl an individuell benötigten Finanzinstrumenten einschränken kann. Aus diesem Grund kommt dem außerbörslichen Handel eine wichtige Bedeutung zu: Einige Instrumente – beispielsweise Zertifikate – werden fast ausschließlich außerhalb der Börse gehandelt.
Zu den Vorteilen des OTC-Handels mit Derivaten gehören das Einsparen von Börsengebühren, eine schnellere Abwicklung aufgrund des direkten Handels zwischen zwei Geschäftspartnern sowie wunschgemäße Modifikationen des Finanzprodukts. Allerdings gibt es auch Nachteile: Die Kontrollmechanismen der Börse greifen nicht, die Transparenz des Marktes ist mangels eines Orderbuchs wesentlich geringer als an der Börse. Auch eine niedrigere Liquidität im Vergleich zum Börsenhandel kann teilweise beobachtet werden.
Die Bedeutung des OTC-Handels für das Geschäft mit Derivaten wächst dennoch kontinuierlich. Das Gesamt-Volumen des Marktes für außerbörslich gehandelte Derivate wurde im März 2010 auf etwa 450 Billionen US-Dollar geschätzt. Im Bereich der Währungs- und Zinskontrakte ist das Volumen zwischen 1990 und 2009 um das 120-fache gestiegen.
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