Hohe Dividenden bieten einen Anreiz für Aktionäre
Unter einer Dividende versteht man den Gewinnanteil, der von Aktiengesellschaften an die einzelnen Aktionäre ausgezahlt wird. Der Vorgang als solcher wird als "Ausschüttung" bezeichnet.
Die Höhe einer auszuschüttenden Dividende wird auf der Hauptversammlung festgelegt, bei der der Vorstand sowie alle Aktionäre zugegen sind. Der Vorschlag über die Dividendenhöhe wird dabei vom Vorstand unterbreitet, zur Annahme genügt die einfache Mehrheit. Die zugehörige Ausschüttung erfolgt in der Regel am Folgetag der Hauptversammlung. Während die Zahlungen in Deutschland überwiegend nur einmal jährlich erfolgen, sind in anderen Ländern auch häufigere Ausschüttungen möglich – in den USA erfolgen sie meist quartalsbezogen.
Experten geben zu bedenken, dass eine kontinuierlich ausbezahlte Dividende häufig positiver für den Aktionär sein kann als besonders hohe Ausschüttungen – so ist sichergestellt, dass genug Kapital im jeweiligen Unternehmen verbleibt, um notwendige Investitionen tätigen zu können. Doch auch höhere Dividenden sind nützlich: Durch sie steigt das Vertrauen der Aktionäre, in die richtige Gesellschaft investiert zu haben. Insbesondere fallende Kursen werden bei höheren Ausschüttungen eher hingenommen. Der gegenteilige Effekt ergibt sich, wenn die Zahlungen gekürzt werden oder sogar komplett ausfallen.
Anleger, die vor allem auf die Höhe der Dividende Wert legen, sollten sich bei der Aktienwahl nicht ausschließlich daran orientieren, wie es in der Vergangenheit um die Ausschüttungen einer Gesellschaft bestellt war: Vor der nächsten Hauptversammlung zählen insbesondere die aktuellen und die prognostizierten Entwicklungen. Es kann sinnvoll sein, die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch zu nehmen, bevor man Aktienkäufe tätigt – der Fachmann kann nützliche Tipps und Hinweise geben.
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