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Wir durchleuchten die festverzinslichen Wertpapiere von allen Seiten

Als festverzinsliche Wertpapiere werden Schuldverschreibungen bezeichnet, die Forderungsrechte eines Gläubigers verbriefen und deren Zinsbetrag schon bei der Ausgabe des Papiers feststeht.

Bei der Geldanlage besteht für den Anleger prinzipiell die Wahl zwischen hohen Renditen mit regelmäßig höherem Anlagerisiko oder sicheren Strategien mit geringerer Rendite. Festverzinsliche Wertpapiere gehören zur zweiten Variante: Auf diese wird ein bestimmter, bereits bei der Emission festgelegter Zins gezahlt. Die Wertpapiere werden beispielsweise vom Staat oder anderen Institutionen ausgegeben - in erster Linie dient die Ausgabe dem Emittenten dazu, Kapital zu erlangen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Staatsanleihen ausgegeben, die unter anderem bei der Finanzierung des Ersten Weltkriegs (1914 - 1918) eine große Rolle spielten.

Die Laufzeit von Anleihen wird meist in kurzfristig (bis zu 4 Jahre), mittelfristig (4 bis 8 Jahre) und langfristig (mehr als 8 Jahre) unterteilt. Der Anleger muss darauf achten, dass der Emittent die nötige Bonität aufweist. Bonität steht in diesem Zusammenhang nicht für die Kreditwürdigkeit, sondern für die Fähigkeit, Emission und Zinsen bedienen zu können. Staatsanleihen haben diesbezüglich einen guten Ruf – allerdings hat sich gezeigt, dass auch sie nicht gänzlich vor dem Ausfallrisiko geschützt sind: Im Jahr 2008 stellte beispielsweise die Republik Ecuador die Zinszahlungen auf ihre Anleihen ein.

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