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Der Leverage Effekt in der Kurzübersicht

Wie hängen die Eigenkapitalrentabilität und Gesamtkapitalrendite zusammen? Der Leverage Effekt errechnet die Hebelwirkung beider Faktoren und wird im Rahmen von Kapitalstrukturregeln heran gezogen.

Der Leverage Effekt ist auch als Hebeleffekt bekannt und wird in der Finanzwirtschaft verwendet. Der Hebeleffekt mit seiner Hebelwirkung zweier Faktoren wird in den Bereichen Derivate, Kapitalstruktur und Kostenstruktur angewendet. Im Segment der Kapitalstruktur stellt der Leverage Effekt die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des fremden Kapitals der Eigenkapitalverzinsung gegenüber. In der Praxis kann hiermit die Eigenkapitalrendite gesteigert werden, wenn fremdes Kapital zu Finanzierungszwecken aufgenommen wird.

Um die gewünschte Hebelwirkung zu erzielen muss das Fremdkapital zu entsprechend günstigen Konditionen aufgenommen werden. In der Finanzwelt kann der Leverage Effekt anhand einer Formel errechnet werden, mit welcher die Finanzierungskosten und die Eigenkapitalverzinsung gegenübergestellt werden. Die Gesamtkapitalrendite ist immer höher als der Zinssatz, der vom Unternehmen für das fremde Kapital aufgebracht werden muss. Unternehmen können mit dem Leverage Effekt also höhere Gewinne erzielen, obwohl sie für ein Projekt Fremdkapital aufgenommen haben, das per Rückzahlung bedient wird. Ist das Fremdkapital hingegen zu teuer oder bricht die Rendite ein, kehrt sich die Hebelwirkung des Leverage Effektes ins Negative um.

Der Leverage Effekt wird auch in der Kostenstrukturberechnung als Operating Leverage heran gezogen. Hier besteht die gewünschte Hebelwirkung zwischen der Umsatzrentabilität und den laufenden Fixkosten. Der Operating Leverage ist auch als Gewinnhebel bekannt und dient zur Berechnung des Verhältnisses zwischen fixen und variablen Kosten im Unternehmen. In der Kostenstrukturberechnung gibt der Operating Leverage in Prozent an, in wie fern sich die Absatzmenge auf den Unternehmensgewinn auswirkt. In Unternehmen mit hohen Fixkosten und niedrigen Kosten pro produziertem Artikel ist der zu errechnende Leverage Effekt am größten.

Auch in der Welt der Derivate wird der Leverage Effekt zur Berechnung bestimmter Variablen heran gezogen. Die Hebelwirkung entsteht, wenn mit wenigen Mitteln ein hoher Basiswert erreicht werden kann. Der Basiswert ist damit einer geringeren Änderung unterworfen als die Gewinn- und Verluständerung für Optionen und Terminkontrakte. Finanzexperten errechnen den Leverage Effekt mit fest definierten Formeln.

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