Ein Aktienfond gilt als sichere Anlagemöglichkeit
Wer in Aktien investieren will, der kann sich beispielsweise einem Investmentfonds anschließen. Die breite Streuung sorgt hier für ein vergleichsweise geringes Risiko gegenüber einer Einzelinvestition.
Obwohl das Vertrauen in Banken und Finanzdienstleister in der letzten Wirtschaftskrise sehr gelitten hat, gelten Investmentfonds nach wie vor als gute Möglichkeit, Geld anzulegen. Dabei zahlt eine Reihe von Anlegern in den Fond ein, der von einer sogenannten Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird. Da die Anlagewerte vergleichsweise breit gestreut werden, ist das Risiko dieser Geldanlage geringer als bei anderen Anlagearten. Eine Möglichkeit, das Geld der Anteilseigner des Fonds zu investieren sind die klassischen Aktien. Wie bei anderen Investmentfonds gibt es auch hierbei verschiedene Anlagemöglichkeiten. So kann der Fond nicht nur als globaler Fond fungieren, sondern beim Aktienkauf beispielsweise auch nur Aktien aus bestimmten Regionen oder Ländern oder aus bestimmten Branchen zusammenfassen.
Darüber hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, in einem solchen Fond verschiedene Anlagearten miteinander zu kombinieren. Nicht selten werden beispielsweise regionale Fonds und Branchenfonds gemischt. Zugenommen haben in letzter Zeit; gerade im Bereich der Fonds, die sich aus Aktien speisen; solche Anlagen, die bestimmte ethische Kriterien bei der Investition zugrunde legen. Bei solchen Fonds legen die Anleger vorher fest, welche Aktien von Investitionen ausgeschlossen werden sollen. In der Regel handelt es sich dabei um Aktien von Firmen, die Waffen produzieren oder besonders umweltfeindlich agieren. Für gläubige Muslime wurden zudem besondere Fonds aufgelegt. Hier wird nur in solche Aktien investiert, die mit der Scharia vereinbar sind. Das schließt Aktien der Alkoholwirtschaft ebenso aus wie Banken, die im Zinsgeschäft tätig sind. Insgesamt gelten bei den Fonds, die sich vor allem auf Aktien konzentrieren die Branchenfonds als höheres Risiko als regionale Fonds oder Mischfonds.
Besonders interessant sind Investmentfonds mit dem Hauptaugenmerk auf Aktien für Sparer, die ein besonderes Interesse an der Wertsteigerung ihrer Anlage haben. Da die Anlage bei einem solchen Investmentfonds breit gestreut wird, können eventuelle Verluste bei einer sogenannten Baisse durch positive Börsenphasen anderer Werte wieder ausgeglichen werden. Damit ist ein solcher Fond deutlich weniger Risiken ausgesetzt als eine direkte Investition in Aktien nur eines bestimmten Unternehmens. Da die Investmentfonds zudem von Fachleuten verwaltet werden, müssen die Anleger nicht unbedingt über ein fundiertes Fachwissen wirtschaftlicher Zusammenhänge verfügen oder die Börsenkurse ständig im Blick haben. Der Aufwand bei dieser Anlageart ist also ebenfalls deutlich geringer als bei Einzelinvestitionen.
Allerdings sollten potenzielle Anleger nicht nur auf die breite Steuerung der Aktien in ihrem Investmentfonds achten. Mindestens ebenso wichtig ist es, zu wissen, in welcher Währung die entsprechenden Aktien notieren. Sind Fremdwährungen darunter, besteht für die Anleger nämlich ein gewisses Währungsrisiko. Dabei kann es zu Wechselkursverlusten kommen. Andererseits können die Anleger bei einer positiven Entwicklung von Devisenkursen aber auch von zusätzlichen Gewinnen profitieren. Darüber hinaus sollten Investmentfonds über eine bestimmte Mindestgröße verfügen, um eine gute Streuung und ein gutes Management zu ermöglichen. Zu groß sollten sie allerdings auch nicht sein, denn dann ist es schwierig, hochkapitalisierte Anlageobjekte zu finden.
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