Tradingfonds als Investment
Im Bereich der Investmentfonds gibt es sehr viele Fonds, zwischen denen man sich als Anleger entscheiden kann. Daher muss man die Fonds nach Kriterien einteilen, zum Beispiel in Classic- und in Tradingfonds.

Bei einem Classic-Fonds ist es so, dass der Käufer einen Ausgabeaufschlag zahlen muss, der Kaufpreis des Fonds ist also höher als der spätere Rücknahmepreis. Solch ein Ausgabeaufschlag kann bis zu 5,26 Prozent auf den Fondspreis hoch sein. Beim Tradingfonds ist es hingegen so, dass beim Erwerb kein solcher Ausgabeaufschlag zu zahlen ist. Stattdessen ist die jährliche Verwaltungs- bzw. Vertriebsprovision dann höher als bei den Classic-Fonds, was auch die Management-Gebühr betreffen kann. Ob man sich als Anleger für einen Classic- oder für einen Tradingfonds entscheidet, hängt in erster Linie davon ab, wie lange man die Fondsanteile halten möchte. Für kurzfristig orientierte Anleger empfiehlt sich der Tradingfonds, da die einmaligen Kosten beim Kauf (Ausgabeaufschlag) wegfallen, sodass sich die Gesamtkosten auf mehrere Jahre verteilen, daher ist es in den ersten Jahren kostenmäßig günstiger, sich für einen Tradingfonds zu entscheiden.
Wer hingegen sehr langfristig in den Fonds investieren möchte, für den ist auf Dauer ein Classic-Fonds die günstigere Alternative, da der Ausgabeaufschlag sich als Gebühr praktisch auf die Jahre verteilt, in denen man den Fonds im Depot hat. Umso länger die Haltedauer ist, umso geringer ist die Gebühr aufs Jahr gerechnet. Je nach Höhe des Ausgabeaufschlages beim Classic-Fonds oder der jeweils zu zahlenden Verwaltungs- und Vertriebsgebühr beim Tradingfonds ist bei einer Haltedauer von bis zu sechs Jahren durchschnittlich der Tradingfonds günstiger, über diese Haltedauer hinaus wird dann der Classic-Fonds preiswerter.
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