Gold als Geldanlage - konservativ, aber nicht überholt
Gold ist traditionell ein sehr begehrtes Edelmetall, obwohl es technisch erst in der neuzeitlichen Mikroindustrie nur eine kleine Rolle spielt. Es eignet sich trotzdem als Geldanlage, weil es als sehr krisenfest gilt.
Gold ist seit jeher sehr begehrt. Es diente schon im Altertum als Grundstoff für die Schmuckherstellung, weil es zum einen sehr leicht zu bearbeiten ist und andererseits eine gelb-glänzende Farbgebung hat, die unter den Metallen einzigartig ist. Dazu kommt, dass Gold nur sehr selten zu finden, aber auch durch einfache Technologien zu fördern ist. Das liegt vor allem am Edelmetallstatus des Elementes Gold, demnach geht es nur sehr wenige Verbindungen mit anderen Metallen und Halogenen ein und kommt fast nur im gediegenen, also reinen Zustand vor. Weil Gold eine hohe Dichte aufweist, kann man einzelne Nuggets aus Flüssen und Schlämmen waschen, weil es sich einmal aus dem Berg durch das Wasser ausgewaschen am Grund absetzt. Das Goldwaschen wird heute noch in den meisten Schwellen- und Drittweltstaaten als industrielle Fördermethode der Goldgewinnung eingesetzt. Daneben kann man auch Gold im Tagebau und unter Tage abbauen, allerdings gelingt die Aufbereitung des geförderten Gesteins in den meisten Verfahren nur mithilfe von giftigem Quecksilber und ist daher sehr umweltschädlich.
Die Aufbereitung goldhaltigen Gesteins durch Quecksilber ist eine relativ einfache Methode, die man schon im Altertum zur Goldförderung genutzt hatte. Gold hat heutzutage vor allem eine Funktion als werthaltige Geldanlage, aber nach wie vor werden die Reserven zum Großteil in der Schmuckindustrie und wenige Anteile in der Elektroindustrie verwendet. Der Goldpreis ist deshalb so stabil, weil das bisher geförderte Gold und die prognostizierte Förderung in Zukunft nicht den Bedarf decken, den die Menschen an dem gelb glänzenden Metall haben und haben werden. Weil es sehr selten zu finden ist, galt es früher auch als Zahlungsmittel.
Die ersten Dollar-Noten waren ursprünglich nur als Gutschein für Gold gedacht; demnach druckte die Notenbank auf den Geldscheinen das Versprechen, bei Bedarf den aufgedruckten Wert bei der Notenbank gegen den aktuellen Kurs in Gold eintauschen zu können. Dies ist zwar heutzutage nicht mehr der Fall, allerdings nutzen fast alle westlichen Staaten größere Goldvorräte, um eventuell auftretenden Inflationen und Wirtschaftskrisen vorzubeugen. Der Goldwert bleibt in Krisenzeiten stabil oder steigt, weil viele Menschen ihr erspartes Guthaben wegen einer befürchteten Inflation in Edelmetalle und andere werthaltige Geldanlagen investieren. Die erste Wahl ist meistens Gold, wobei häufig der Preis für andere Metalle wie beispielsweise Silber und Kupfer bei einer zunehmenden Erholung der Wirtschaft stärker steigt als der Goldpreis. Dennoch geht man beim Gold selbst in Krisenzeiten fast kein Risiko ein, denn dieses Metall wird wohl auch in Zukunft nach heutigem Erkenntnisstand nicht in den Größenordnungen gefördert werden können, in denen ein plötzlicher Preisabfall denkbar wäre.
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