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Was unter einer Cash-Flow-Bewertung zu verstehen ist

Wer den genauen Wert eines Unternehmens wissen möchte, der guckt bei Kapitalgesellschaften einfach auf den Aktienkurs. Es stellt sich für viele jedoch die Frage, wie sich dieser rechnerisch zusammensetzt.

Für immer mehr Menschen ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die eigenen Finanzen nicht einfach nur einem Finanzberater zu überlassen, sondern sich eigene Gedanken darüber zu machen, wie man die Wunschrendite erzielen kann. Dabei spielen vor allem die öffentlich zugänglichen Aktienmärkte eine große Rolle, die einem eine große Zahl an Investitionsmöglichkeiten bieten. Egal ob Aktien, Rohstoffe oder Staatsanleihen gehandelt werden sollen, der Blick ist bei solchen Geschäften immer auf die Zukunft gerichtet und auf die Entwicklung einzelner Branchen oder der Weltwirtschaft insgesamt. Viele Anleger sind sich dabei aber nicht darüber im Klaren, woraus sich der Preis eines Wertpapieres eigentlich zusammensetzt und wie er beeinflusst wird. Es lohnt sich deshalb für jeden angehenden Investor, sich mit diesen grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen und für sich selbst zu beantworten, was er von einem Wertpapier erwartet.

Zu unterscheiden sind die Anleger dabei in den risikofreudigen und den risikoscheuen Typus. Hiervon ist es abhängig, welches Risikoprofil das spätere Investment aufweisen wird: Wer an einer hohen Rendite interessiert ist, der muss dafür in Kauf nehmen können, dass die Risiken ebenfalls eine entsprechende Höhe aufweisen werden. Umgekehrt ist es so, dass eine niedrige Rendite den Vorteil mit sich bringt, dass man einen Ausfall des Portfolios meist nicht befürchten muss. Die meisten Anleger wählen hier aber einen Mittelweg und versuchen, die Risiken einzelner Papiere auszugleichen, was in der Terminologie der Finanzmärkte Diversifikation genannt wird. Doch wie entscheidet sich nun die Frage, was eine Aktie heute überhaupt wert ist und ob der Preis, den man dafür zahlen soll, angemessen ist?

Wenn es bei dem Kauf eines Wertpapiers zum Beispiel um den Kauf eines Unternehmensanteils geht, lässt sich die oben gestellte Frage in jene nach dem Unternehmenswert umformulieren. Die Unternehmensbewertung nimmt in der Betriebswirtschaftslehre einen großen Stellenwert ein und ist etwa bei dem Verkauf eines Unternehmens von großer Bedeutung. Es existiert eine ganze Reihe von Modellen, nach denen der Unternehmenswert berechnet werden kann und damit letztlich auch der Wert der entsprechenden Aktien. Eine bedeutsame Rolle spielen hierbei immer die Cashflows eines Unternehmens, weshalb auch von einer Cashflow-Berechnung gesprochen wird. Diese Cashflows bezeichnen die Einnahmenströme, die der Unternehmung in Zukunft zufließen. Je höher diese Einnahmen in der Zukunft sein werden, desto höher ist auch der Unternehmenswert und der Kurs der Aktien.

Aus diesen Überlegungen ist ersichtlich, dass es bei der Cashflow-Berechnung um keine rückwärtsgewandte Betrachtung geht. Die Vergangenheit eines Unternehmens und deren zurückliegende Erfolge spielen für die Bewertung keine Rolle. Letztlich setzt sich der Kurs aus der Summe der abdiskontierten zukünftigen Zahlungen zusammen, die einem Unternehmen zufließen werden. Die Abdiskontierung ist deshalb wichtig, weil hier die Verzinsung dieser Mittelzuflüsse berücksichtigt wird. Die Abzinsung erfolgt auf den heutigen Zeitpunkt beziehungsweise auf den Zeitpunkt der Bewertung. Es ist genau dieser rechnerische Wert, der sich dann am Ende in den Aktienkursen an den Börsen widerspiegelt und einem die Einschätzung der Zukunft der Geschäftsentwicklung erlaubt.

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