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    Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung in der Praxis

    Arbeitgeber sind verpflichtet, bei Ausscheiden eines Arbeitnehmers oder am Jahresende eine Lohnsteuerbescheinigung zu erstellen. Erfolgte dies früher in Papierform, so werden die Daten heute elektronisch übermittelt.

    Bei der Übermittlung der Daten sind dabei alle Faktoren zu berücksichtigen, die zur korrekten Berechnung der zu zahlenden Lohnsteuer erforderlich sind. Dies bedeutet, dass auch die entsprechenden Personendaten des Steuerpflichtigen zu übermitteln sind, also sein Vor- und Nachname, sein Geburtsdatum sowie seine Anschrift. Wie früher bei der Rückgabe der Lohnsteuerkarte üblich, so müssen auch dem Arbeitnehmer die Daten übergeben werden. Dies kann entweder mithilfe eines Ausdrucks, was nach wie vor der Standardfall ist, oder durch einen elektronischen Zugang zu diesen Daten erfolgen. Auf Basis dieser Daten kann der Arbeitnehmer dann seinen Lohnsteuerjahresausgleich vornehmen und seine Steuererklärung einreichen.

    Neben den persönlichen Daten des Arbeitnehmers muss die Lohnsteuerbescheinigung alle relevanten Daten für das über das Jahr bezogene Arbeitsentgelt enthalten. Hierzu gehören zunächst einmal die eingetragene Steuerklasse und die Kinderfreibeträge. Weiterhin der Gemeindeschlüssel, die Steuernummer des Arbeitgebers sowie das Finanzamt mit Bezeichnung und Nummer, an das die Lohnsteuer vom Arbeitgeber abgeführt wurde. Alle Daten sind dabei bis zum 28. Februar des Folgejahres an die zuständige Behörde, normalerweise das Finanzamt, auf elektronischem Wege zu übermitteln.

    Weitere für die korrekte Meldung notwendige Daten sind die Höhe des Arbeitsentgeltes sowie der einbehaltenen Abgaben in Form der Lohnsteuer, der Sozialversicherungsbeiträge und, wo relevant, der Kirchensteuer. Wichtig sind auch die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses sowie Unterbrechungen desgleichen, die mit einem entsprechenden Buchstaben zu kennzeichnen sind. Auch alle anderen Formen von Einkommen wie Schlechtwetter-, Kurzarbeiter- oder Mutterschaftsgeld sind entsprechend zu übermitteln. In diesen Punkten unterscheidet sich die elektronische Übermittlung aber nicht von der ursprünglichen Papiermeldung.

    Sinn und Zweck der Änderungen zur Übermittlung der Daten ist eine schnellere Erfassung und Möglichkeit zur Bearbeitung aufseiten der Finanzbehörden. War es früher notwendig, alle in Papierform übermittelten Daten manuell in das System zur Steuerberechnung zu übertragen, so sind diese Daten jetzt bereits im System vorhanden. Bei den mehreren Millionen Lohn- und Einkommenssteuererklärungen, die pro Jahr abgegeben werden, ist dies nicht nur ein Sparfaktor bei der Datenerfassung. Sondern auch die Bearbeitung an sich wird beschleunigt, sodass die Steuerbescheide schneller versandt werden können.

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