Joint Venture: Wenn Unternehmen gemeinsam arbeiten
Wenn sich zwei oder mehr Unternehmen für ein gemeinsames Projekt zusammen schließen und zur Risikoreduzierung dafür eine eigene Gesellschaft gründen, entsteht ein sogenanntes Joint Venture.
Ein Joint Venture wird als Tochterunternehmen von zwei eigenständigen Unternehmen gegründet. Das Joint Venture ist damit ein Gemeinschaftsunternehmen, in das beide Firmen Kapital mit einbringen. Mit dem Begriff Joint-Venture-System wird die Gesamtheit des Firmengeflechts aus Gemeinschaftsunternehmen und den einzelnen Gründungsfirmen bezeichnet. Es lohnt sich, auch hinter die Kulissen von Joint Ventures zu schauen, da sich Unternehmen aus den verschiedensten Beweggründen zum Gemeinschaftsunternehmen zusammen schließen.
Ein Joint Venture schafft unter anderem Wettbewerbsvorteile. Unternehmen, die sich zu einem Gemeinschaftsprojekt zusammen schließen, können ihre Branche damit besser steuern und genießen auch in Zeiten der internationalen Märkte zahlreiche Vorteile. Mit gebündelten Kräften und Ressourcen begegnen Gemeinschaftsunternehmen der Globalisierung gestärkt. Auch strategische Motive wie die Nutzung von Synergien machen ein Joint Venture für Unternehmen interessant. Vielerorts macht auch die rechtliche Lage ein Joint Venture erforderlich, da etwa in China mit einer einheimischen Firma geschlossen wird. In einigen Branchen erhalten ausländische Investoren ohne Partner aus China keine Erlaubnis für ihr Gewerbe.
Joint Ventures haben auch verschiedene Vorteile im Sinne der innerbetrieblichen Organisation ihrer Gründungsunternehmen. Zum einen erfolgt mit einem Joint Venture eine Risikostreuung und auch bestehende Ressourcen können kostengünstig übernommen werden. Über das Gemeinschaftsunternehmen erhalten die Gründerfirmen Zugang zu neuen Märkten. Weiterhin können Mitarbeiter in das Joint Venture übernommen werden, die mit der alten Firmenstruktur bereits vertraut sind.
Der große Vorteil von Joint Ventures ist die Kooperation mehrerer Unternehmen über ein eigenständig geführtes Gemeinschaftsprojekt. Das Joint Venture Projekt bleibt dabei immer unabhängig. Nachteilig wirkt es sich hingegen auf das Gemeinschaftsprojekt aus, wenn die beteiligten Unternehmen dem Zusammenschluss eine abweichende Relevanz beimessen, der eine Partner also mehr investiert, während das andere Unternehmen sich nur beiläufig dem Gemeinschaftsprojekt widmet. Weiterhin können Firmeninterna der Gründungsfirmen über das Joint Venture öffentlich werden und ungewollt zu den Partnern vordringen.
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