Banken machen Angebote für tagesaktuelles Baugeld
Die Zinsermittlung für Finanzierungsangebote ist bei den einzelnen Kreditinstituten unterschiedlich. Einige kaufen gewisse Kontingente ein, andere arbeiten mit tagesaktuellen Zinssätzen.

Gut ist natürlich derjenige gestellt, der bereits für eine Finanzierung mit einer Guthabenansparung vorgesorgt hat. Dadurch ist das Risiko bei der Finanzierung für die Bank erheblich niedriger, und der Kunde kann mit einem günstigen Kreditzinssatz rechnen. Die Zinsermittlung bei den Keditinstituten wird auf unterschiedliche Art und Weise vorgenommen. Einige Banken und Sparkassen erwerben sogenannte Kontingente. Das bedeutet, dass sie sich am Kapitalmarkt einen bestimmten Geldbetrag zu einem festgelegten Zinssatz ausleihen. Auf diesen Zinssatz rechnen die Banken noch Kosten und eine Marge und erhalten so einen Zinssatz, den sie den Kunden anbieten können. Das geht so lange, wie aus dem Kontingent Mittel vorhanden sind. Ist der Geldbetrag aufgebraucht und an die Kunden ausgezahlt, beginnt das Verfahren von vorne. Diese Verfahrensweise verschafft dem Kreditinstitut einen Vorteil bei steigenden Zinsen. So liegen die Finanzierungsangebote für die Kreditkunden unterhalb der marktüblichen Zinsen, und die Chancen für ein Geschäft steigen. Andersherum entstehen natürlich Nachteile für die Bank. Entweder ist der angebotene Zinssatz dann nicht konkurrenzfähig oder aber die Bank muss auf einen Teil der Marge verzichten. Beides ist nicht unbedingt gewollt. Ein Nebeneffekt dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Banken oder Sparkassen dieses Angebot so lange für den Kunden vorhalten können, wie Mittel aus dem Kontingent vorhanden sind.
Anders verhält es sich bei Banken und Sparkassen, die mit tagesaktuellen Zinssätzen rechnen. Grundlage der Zinsberechnung ist hier immer der Zinssatz, zu dem sich die Kreditinstitute das Geld leihen können. Dieser Satz unterliegt täglichen Schwankungen, weil er unterschiedlichen Einflüssen unterliegt. Auf den aktuellen Zinssatz schlagen auch hier die Banken ihre Kosten und eine Marge. Der sich daraus ergebende Zinssatz wird dem Finanzierungskunden, der an dem Tag einen Kredit nachfragt, angeboten. Allerdings hat dieses Angebot meistens nur eine Laufzeit von vier bis fünf Tagen. In dieser Zeit muss der Kunde sich entscheiden, ob er zu dem angebotenen Zinssatz abschließen will. Trifft er seine Entscheidung erst später, kann sich der Zinssatz durch die Veränderungen am Kapitalmarkt erhöht haben. Mit dieser Methode sind die kreditgebenden Institute flexibler. Bei steigenden Zinssätzen fallen die Angebote allerdings höher aus und das kann unter Umständen den Verlust von Finanzierungsgeschäften bedeuten.
Dem Finanzierungskunden werden die Berechnungsmethoden der Banken und Sparkassen meistens gleichgültig sein. Sein Interesse liegt an günstigen Zinssätzen und einem monatlichen Kapitaldienst, den er nachhaltig leisten kann.
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