Einen Privatkredit ohne Schufa nicht abschließen
Bei einem Privatkredit handelt es sich um eine Peer-to-Peer-Beziehung zwischen zwei Privatleuten, die einen Kreditvertrag ausgehandelt haben. Die Anforderungen entsprechen grundlegend denen eines normalen Kredites.
Im Internet oder in Zeitungsanzeigen werben viele Anbieter mit der Vergabe von Krediten ohne eine Schufa-Auskunft. Die Schufa selbst ist ein Wirtschaftsunternehmen, welches die Einträge aus vorangegangenen Zahlungsunfähigkeiten führt. Mithilfe solcher Einträge kann eine Bank beurteilen, ob ein möglicher Kunde auch als kreditwürdig eingestuft und als zahlungsfähig beurteilt werden kann. Ist dies nämlich nicht der Fall und es befinden sich Einträge in der Schufa-Kartei der entsprechenden Person, dann kann die Bank oder das Kreditinstitut das Darlehen ablehnen. Auch ohne ein geregeltes Einkommen ist es für den Antragsteller nur sehr schwer möglich, geliehenes Geld von einem solchen Institut zu erhalten. Es gibt auch Einkommen, bei denen die Höhe der Auszahlung monatlich variiert. Sind die Differenzen nicht zu hoch, dann kann entsprechend einer positiven Bewertung der Bank dennoch eine Kreditwürdigkeit für den Antragsteller ausgesprochen werden.
In Deutschland sind einige 100.000 Privathaushalte stark verschuldet. Diesen Umstand machen sich einige Kreditvermittler zunutze, um beabsichtigt neue Darlehen auch ohne Schufa-Auskunft oder dem Nachweis eines geregelten Einkommens abzuschließen. Mit aufwendigen Werbemaßnahmen sollen die Kunden auf diese Dienstleistungen aufmerksam gemacht werden. Und die Auswertung eines Wirtschaftsanalyseunternehmens zeigt, dass jährlich mehrere Millionen Euro Schaden durch die Methoden entstehen für die Haushalte. Oftmals müssen nämlich die Haushalte in Privatinsolvenz gehen, da eine Rückzahlung der Ratenzahlungen nicht möglich ist aufgrund der finanziellen Belastung und Überschuldung. Ratsam ist bei einer bestehenden Schuldensituation nicht die Aufnahme eines neuen Kredites, sondern der Kontakt zu einem erfahrenen Schuldnerberater. Dieser kann Maßnahmen ergreifen, um die finanziellen Belastungen zu minimieren und in Verhandlungsgesprächen eventuell Forderungsnachlässe bei den Gläubigern zu vereinbaren. Zudem kann auf diese Weise eine Privatinsolvenz, die immerhin 7 Jahre andauert, vermieden werden. Die Finanzen würden in einer solchen Insolvenzzeit von einem Insolvenzverwalter überwacht werden.
Ein Privatkredit ist eine Kreditform, bei welcher der Geldgeber nicht gewerblich ist, sondern als Privatperson ein Darlehen von einer anderen Privatperson beziehen kann. Die Sicherheitsregelungen entsprechen denen bei einem Abschluss bei einem Kreditunternehmen. Allerdings ist es für einen privaten Geldgeber in der Regel sehr schwierig, die Bonität des Antragstellers zu prüfen. Eine Schufa-Einsicht ist für eine Privatperson als Geber nicht möglich und ein einfacher Nachweis über ein geregeltes Einkommen kann unter Umständen nicht ausreichend sein, um die Zahlungsfähigkeit des Antragstellers zu gewährleisten. Falls der Kreditnehmer berufsunfähig oder eventuell aus dem Arbeitsverhältnis entlassen wird, muss der private Kreditnehmer fürchten, keine weiteren geregelten Ratenrückzahlungen zu erhalten. Deshalb ist es ratsam, die Sicherheitsregelungen mit einer Bürgschaft oder einer Hypothek zu vereinbaren. Dadurch würde die Tilgung der ausgezahlten Summe gewährleistet und garantiert werden können. Ansonsten sollten sich die einzelnen Parteien genau über die Bedingungen für einen Privatkredit bei einer entsprechenden Beratungszentrale informieren.
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