Handwerkerkosten steuerlich absetzen bringt mehr Geld
Damit die Deutschen steuerlich mehr entlastet werden, hat sich die Regierung Gedanken gemacht und deshalb kann man derzeit Handwerkerkosten steuerlich absetzen. Natürlich soll das Ganze auch der Schwarzarbeit vorbeugen.
Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, der kann ein Lied von den jährlich anfallenden Kosten für die Instandhaltung und Wartung der Wohnung und aller damit in Zusammenhang stehenden baulichen Komponenten singen. Jede Renovierung oder Modernisierung geht deutlich ins Geld und stellt für den Besitzer der Wohnung oder des Hauses eine enorme finanzielle Belastung dar. Oft geht es schon fast an die Grenzen des Machbaren. Kann man sich den Zeitpunkt für eine Modernisierung aussuchen, hat man die Gegebenheiten selbst in der Hand. Legt der Staat aber den Zeitpunkt fest, weil eben die Modernisierung aus Umwelt technischen Gründen gerade jetzt ausgeführt werden muss, sieht die Sache aber ganz anders aus.
Während eine Zeit lang kaum noch irgendwelche Investitionen in die eigenen vier Wände steuerlich geltend gemacht werden konnten, hat sich an dieser Tatsache Gott sei Dank in der letzten Zeit wieder einiges geändert. Das Steuergesetz sieht jetzt zwar immer noch nicht vor, dass das Material für die baulichen Maßnahmen in die steuerliche Waagschale geworfen werden kann, aber immerhin kann man inzwischen wieder Handwerkerkosten steuerlich absetzen. Das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Die Regierung wollte damit die Schwarzarbeit in diesem Bereich massiv eindämmen und rechnet aus diesem Grund nun wenigstens die Handwerkerkosten bei einem Um- oder Ausbau an.
Wer sich Handwerker holt, der wird dafür belohnt. Unter Vorlage der Überweisung an die Firma werden die Kosten steuerlich berücksichtigt. Denjenigen unter den Eigenheim- und Wohnungsbesitzern, die absolut nicht über handwerkliches Geschick verfügen, mag diese Regelung ziemlich gelegen kommen. Wer aber über eine außergewöhnliche, handwerkliche Begabung verfügt und diese Arbeiten zudem auch noch mit viel Freude selbst ausführen möchte, der hat von dieser Regelung eigentlich gar nichts. Warum sollte man sich erst die Handwerker ins Haus holen, nur weil man dann die Handwerkerkosten steuerlich absetzen kann. Für ihn ist das eine Milchmädchenrechnung, die unter dem Strich nichts bringt. Das Material muss er auch besorgen. Das kostet genauso viel und kann nicht steuerlich abgesetzt werden.
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