Kfz Steuerklassen – nach Hubraum und Schadstoffausstoß
Die Kfz Steuerklassen richten sich nach der Fahrzeugart (PKW, LKW, Motorrad) und zusätzlich beim PKW nach der Antriebsart, dem Alter des Fahrzeuges und nach seiner Einstufung in die einzelnen Schadstoffklassen.
Verkehr ist notwendig, und Individualverkehr für viele ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Das weiß auch der Staat - und schon greift er zu und besteuert. Der Verkehrsteilnehmer zahlt aber nicht nur Kraftfahrzeugsteuer, sondern auch Mineralölsteuer und ggf. Maut. Die Einnahmen fließen in den Bundeshaushalt und sind wesentlich größer als die Ausgaben, die der Staat beispielsweise für den Straßenbau oder deren Unterhalt leistet.
Wer sich mit dem Kauf eines Autos beschäftigt, für den lohnt sich ein Blick in die Steuertabelle. Beim Neuwagenkauf weiß der Händler Bescheid; die Steuerangaben können daher Teil seines Angebotes sein. Eventuell gibt es für eine bestimmte Zeit sogar Steuerfreiheit; damit will der Staat den Kauf von für die Umwelt günstigere Fahrzeuge fördern.
Die erste Einteilung der Kfz Steuerklassen beim PKW erfolgt Benzin- oder Dieselantrieb. Der Diesel wird höher besteuert, weil die Treibstoffsteuer da niedriger ist. Nachdem die Dieselhersteller aber wegen des gestiegenen Anteils die Preise erhöht haben, ist es nicht mehr sicher, dass ein Vielfahrer mit Diesel günstiger fährt.
Die zweite Einteilung der Kfz Steuerklassen erfolgt dann nach dem Schadstoffausstoß. Jedes Fahrzeug wird einer „Euro“-Schadstoffklasse zugeordnet. Ältere Fahrzeuge mit höherem Schadstoffausstoß werden höher besteuert. Eventuell ist es durch die Nachrüstung mit einem (besseren) Katalysator oder einem Rußfilter möglich, das Fahrzeug in eine günstigere Klasse einordnen zu lassen. Dies ist ein Rechenexempel – Nachrüstkosten verglichen mit der Steuerersparnis.
Motorräder werden heute noch nur nach dem Hubraum besteuert. Auch bei ihnen wird über die Einführung von Kfz Steuerklassen nachgedacht, die den Schadstoffausstoß berücksichtigen. LKW und Anhänger werden nach dem zulässigen Gesamtgewicht besteuert. Bei Wohnmobilen bestand früher ein gewisser Spielraum, ob das Fahrzeug als PKW oder günstiger als LKW besteuert wurde. Heute gilt für Wohnmobile ein eigener Steuertarif.
Die absolute Höhe der Steuer hängt nicht nur von den Kfz Steuerklassen, sondern auch vom Hubraum und dem Schadstoffausstoß ab. Daher sind kleinere Motoren mit höherer Leistung begünstigt.
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