Warum Diesel-Steuern niedriger sind als Benzin-Steuern
Warum verdient der Deutsche Staat am Diesel eigentlich weniger als am Benzin? Und warum ändert sich auch heute nichts daran, obwohl Diesel-Emissionen schädlicher sind, als die von Benzinern?
Der Steuersatz für Diesel-Kraftstoff ist in Deutschland niedriger als der für Benzin. Dies ist bereits seit vielen Jahren der Fall. Diesel kam ursprünglich in erster Linie bei LKWs und Bussen zum Einsatz. Deren Treibstoff stark zu besteuern galt als schlecht für die Wirtschaft, zumal Transportkosten bei beinahe allen industriell hergestellten Produkten einen bedeutenden Teil der Herstellungskosten ausmachen. So verwendete man unterschiedliche Sätze für Benzin und Diesel: PKW-Besitzer sollten zum Treibstoff Sparen angeregt werden, während Lastwagen freie Fahrt genossen.
Die Begründung, dass Diesel kein PKW-Treibstoff sei, und deshalb anders besteuert werden müsse, verlor immer mehr an Überzeugungskraft, je mehr Diesel-PKWs verkauft wurden. Dieser Trend ist wahrscheinlich auf eben diese Steuerpolitik zurückzuführen. In Nordamerika sind Diesel-Personenwagen seltener, da dort die Steuern für alle Kraftstoffarten wesentlich niedriger sind als hierzulande.
Je größer die Rolle des Umweltschutzes in der Politik wird, desto enger wird es für Diesel-PKWs. Sie müssen seit einigen Jahren zunehmend strengen Ruß-Emissionsregelungen gerecht werden. Doch vorerst ist aus politischen Gründen nicht damit zu rechnen, dass der Steuersatz dem von Benzin angeglichen wird.
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