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Richtig versichern - eine Frage der Lebensumstände

Viele Haushalte sind überversichert und zahlen so im Jahr ein kleines Vermögen für unnötige Verträge. Bei der Auswahl des richtigen Schutzes sollte der Verbraucher bestimmte Dinge berücksichtigen.

Der Verbraucher kann in der Regel zwischen unzähligen Versicherungen wählen. Aber braucht er die auch alle? Oft sind Haushalte zu hoch versichert und geben so im Jahr bis zu 400 % zu viel aus. Dies kann der Versicherte verhindern, wenn er im Vorfeld entscheidet, welche Versicherungen wirklich benötigt werden. So braucht ein Alleinstehender ohne Kind lediglich die private Unfall- und Haftpflichtversicherung sowie den Schutz vor Arbeitsunfähigkeit. Kommen Kinder hinzu, kann auch die Risiko-Lebensversicherung von großer Bedeutung sein. Ein Rentner hingegen sollte nur noch den Hausrat absichern, da die anderen Varianten eine unnötige Belastung darstellen. Wenn der Verbraucher gezielt herausfiltert, welche Versicherungen notwendig sind, um die eigene Existenz zu schützen, dann kann er die monatlichen Belastungen senken und das Ersparte in andere Projekte, wie die Altersvorsorge, investieren.

Im Gegensatz dazu ist ein guter Schutz eine Notwendigkeit, um den Lebensstandard zu halten und eventuelle Schäden zu regulieren. Wenn z.B. ein Hausbesitzer durch ein Feuer seine Immobilie verliert, dann kann dies zu einer Bedrohung seiner eigenen Existenz führen. Aber er kann in der Regel jederzeit eine zerbrochene Fensterscheibe aus der eigenen Tasche finanzieren. Hier sollte der Betreffende im Vorfeld die eventuell entstehenden Kosten gegen die Jahresbeiträge einer entsprechenden Versicherung abwägen. Auf der anderen Seite werden mitunter vom Gesetzgeber, dem Vermieter oder einer Bank entsprechende Absicherungen gefordert. Z.B. darf ein Autofahrer sein Fahrzeug erst dann bewegen, wenn er eine Kfz-Haftpflicht abgeschlossen hat. In diesem Fall ist lediglich die Kaskoversicherung optional. Des Weiteren kann eine Bank von einem Darlehensnehmer verlangen, dass dieser eine entsprechende Versicherung abschließt, um z.B. im Todesfall abgesichert zu sein.

Eine Hausratversicherung kostet z.B. bei der CosmosDirekt im Mai 2011 7,47 Euro im Monat. Wenn der Verbraucher zudem das eigene Fahrrad mit versichern möchte, dann muss er bereits 13,31 Euro zahlen. Dies macht nur Sinn, wenn das Fahrrad einen Wert ab 500 Euro besitzt, da der Versicherungsnehmer im Jahr 70,08 Euro mehr zahlen muss. Jedoch ist ein Gebrauchtfahrrad bereits ab 50 Euro zu erwerben. Die Risikolebensversicherung kostet bei der ErgoDirekt jährlich 167,02 Euro (Stand: Mai 2011). Diese Versicherung können Alleinstehende sparen und das Geld z.B. in einen Aktienfonds anlegen lassen. Hierbei erhält er eine Rendite von bis zu 4,5 % (2011) und könnte am Ende des Jahres bereits einen Gewinn von 7,52 Euro erwirtschaften. Über die reguläre Laufzeit einer Lebensversicherung von 20 Jahren kommt der Verbraucher auf eine Gesamtrendite von bis zu 90 %.

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