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Thema Geld: Das Zahlungsmittel in der Geschichte

Während Waren früher getauscht wurden, funktioniert der Geldumlauf heute ohne Münzen und Scheine. Das Geld in der Geschichte. Das liebe Geld steht häufig in der Kritik und hat auch Gegenbewegungen.

Geld stellt ein Wertäquivalent dar, das auf Tauschmittel zurück geht. Früher wurde einfach Ware gegen Ware getauscht. Der Tausch von Waren war jedoch sehr umständlich und führte schließlich zur Einführung des Naturalgeldes. So zahlte man zum Beispiel mit der Kaurimuschel in der Südsee. Mit dem Naturalgeld wurden erstmals Werte für Kaufgegenstände definiert. In Europa wurden früher auch Hufeisen gegen Fische getauscht. Das war im 15. Jahrhundert. Das Natural- und Warengeld wurde schließlich durch die Münzen abgelöst. Aber auch heute wird noch Naturalgeld eingesetzt.

Die ersten Münzen gehen bereits auf das siebente Jahrhundert zurück. Metalle zeigten sich besonders geeignet als Zwischentauschmittel und wurden zunächst noch abgewogen. Bei den Kurantmünzen war der Münzwert noch mit dem Edelmetallwert gleichzusetzen, aus dem die Münze gefertigt worden war. Dann kamen die Scheidemünzen in Umlauf. Bei Scheidemünzen entspricht der Materialwert nicht mehr dem Zahlmittelwert.

Im 15. Jahrhundert kam schließlich das Papiergeld nach Europa. Die alten Chinesen setzen Geldscheine aber schon weitaus länger ein. Die ersten Scheine wurden jedoch nicht als eigentliches Zahlungsmittel eingeführt, sondern berechtigten zur Auszahlung von Münzgeld. Seinen Wert erhielt das eigentlich wertlose Papiergeld durch Goldwerte, die zur Deckung des Wertes hinterlegt wurden. Heute besteht übrigens keine Pflicht mehr zur Golddeckung – in Deutschland wird der Geldwert nur noch durch die Kaufkraft bestimmt. Banknoten haben den Zahlungsverkehr stark vereinfacht und machten auch das Bezahlen teurer Artikel möglich. Um einen Fernseher bar im Laden bezahlen zu können, hätte man an den Münzen ansonsten gut zu schleppen.

Der moderne Zahlungsverkehr wird durch das Giral- oder Buchgeld bestimmt. Der Geldumlauf besteht nur noch zu knapp zwölf Prozent aus Münzen und Geldscheinen – der große Rest ist Buchgeld auf der Bank. Beim Kontostand auf dem Girokonto handelt es sich dabei um Sichtgeld, das dem Kontoinhaber durch die Bank jederzeit ausgezahlt werden muss. Tatsächlich arbeiten die Kreditinstitute aber mit dem Geld ihrer Kunden. Alternativen zum Geld als Wertäquivalent gibt es bis heute jedoch nicht. Linke Kritiker sehen Geld als kapitalistisches Übel – kleine Gegenbewegungen tauschen und schenken wieder untereinander.

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