Die Tiefbrunnenpumpe: So holt man das Wasser empor
Eine Tiefbrunnenpumpe hilft, das Wasser aus den Untiefen der Erde emporzuheben und ist für Arbeiten in tiefen und engen Schächten konzipiert. Ein entsprechend starker Motor ist dafür unbedingt notwendig.
Wenn man eine Flüssigkeit, sei es Wasser, Öl oder gar Schlamm, von einem Ort an einen anderen transportieren will und dabei einen Höhenunterschied zu bewältigen hat, braucht man eine Pumpe. Es gibt viele Arten von Pumpen, von denen die so genannte Tauchdruckpumpe die beliebteste ist. Sie braucht keine Wartung, ist leistungsstark, relativ billig, kann in die gepumpte Flüssigkeit eintauchen und sie als Kühlmittel nutzen. Leider nimmt sie im Trockenlauf innerhalb von wenigen Sekunden unwiederbringlichen Schaden und muss durch entsprechende Vorrichtungen geschützt werden.
Eine solche Vorrichtung kann zum Beispiel ein Schwimmkörper-Schalter sein. Er schwimmt auf dem Wasser und misst den Druck. Wird der Druck, also auch der Wasserstand, zu gering, unterbricht der Schalter die Stromversorgung der Pumpe oder schlägt Alarm. Es gibt auch andere, hydraulische oder sensorische Systeme, die sich in der Praxis aber noch bewähren müssen. Der Vorteil ist, dass man sie im Hauptgehäuse unterbringen kann und dadurch wertvollen Platz spart, der in Tiefbrunnenschächten ohnehin sehr knapp ist.
Tauchdruckpumpen haben verschiedene Eigenschaften und unterschiedliche Einsatzgebiete, weshalb es auch eigene Bauformen für jede von ihnen gibt. Die Tiefbrunnenpumpe ist zum Beispiel dafür ausgelegt, kaltes, klares Trinkwasser aus tiefen und engen Schächten zu pumpen. Um die großen Höhen zu überwinden, braucht die Tiefbrunnenpumpe einen hohen Ausgangsdruck, was massive Bauteile und einen starken Motor erfordert. Ferner muss das Gehäuse aus rostfreiem Edelstahl gefertigt sein, ein langes Kabel haben, keine Giftstoffe freisetzen und wenig Platz einnehmen, weil die Brunnen nicht sehr breit sind. Dafür ist die Fördermenge beziehungsweise Fördergeschwindigkeit eher unwichtig.
Es gibt noch ein zweites, sehr selten eingesetztes Verfahren, bei dem keine Pumpe tief im Inneren des Brunnens in das Wasser gesenkt wird, sondern nur ein Schlauch hineinragt. Das Problem ist, dass diese Art von Tiefbrunnenpumpe auf der Ansaugseite einen sehr hohen Unterdruck erzeugen muss und so lange trocken läuft, bis das angesaugte Wasser oben ankommt. Gegen den Trockenlauf füllen manche Systeme den Schlauch mit Wasser, bevor die Pumpe in Betrieb geht.
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