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Paprika-Anbau: Kann man Paprika im Garten anbauen?

Roter, gelber und grüner Paprika im Supermarkt kommt meist aus Südeuropa und zeigt sich äußerst vielseitig in der Küche. Kann man den Paprika-Anbau eigentlich auch im Garten betreiben oder ist es hierzulande zu kühl?

Von Spaghetti Arrabiata bis Zucchini-Paprika-Gemüse: Der Paprika ist längst in der deutschen Küche angekommen. Besonders in den vergangenen Jahren, als die mediterrane Küche durch Kochsendungen und Profi-Köche zum Trend erhoben wurde, war die Paprika wieder sehr gefragt. Paprika ist ein Nachtschattengewächs und sogar mit der Kartoffel und Tomaten verwandt. Botanisch werden die hierzulande bekannten Paprika mit dem wohlklingenden Namen Capsicum annuum umschrieben, der Paprika, Chili und Peperoni aus der gleichen Gattung umfasst.

Handelsüblicher Gemüsepaprika ist in verschiedenen Farben erhältlich: Gelb, Orange, Rot und Grün. Es gibt verschiedene Paprikafarbstoffe, die eine breite Farbpalette bei Paprikas möglich machen. Die Schärfe einer Paprika wird durch den Inhaltsstoff Capsaicin bestimmt, der in hoher Konzentration nur in geringen Mengen konsumierbar ist. Je schärfer die Paprika, insbesondere Chilis, desto mehr Capsaicin ist enthalten. Die milden Gemüsepaprika aus dem Supermarkt oder vom Wochenmarkt enthalten nur noch einen minimalen Anteil des Schärfe-Stoffs. Süße Paprika wurden erstmals in den 50er-Jahren in Ungarn gezüchtet.

Paprika stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. In der Zeit der Kolonialisierung fand die sie Liebhaber in aller Welt und wurde fester Bestandteil vieler landestypischer Küchen. Paprika kann weltweit bei tropischem bis gemäßigtem Klima angebaut werden. Oft wird das Gemüse heute in Gewächshäusern aufgezogen. Im Sommer wird sie auch in Deutschland angebaut. Die Paprika, die ganzjährig im Handel angeboten werden, kommen aber meist aus den Niederlanden, Spanien, Ägypten und Israel.

Die gute Nachricht: Hobby-Gärtner können den Paprika-Anbau auch im eigenen Garten betreiben. Allerdings sollte man bereits etwas Erfahrung mit sensiblen Nachtschattengewächsen wie Tomaten mitbringen. Paprikapflänzchen mögen keinen Regen und sollten daher in einem Gewächshaus geschützt heranwachsen. Ab Mitte Mai können die kleinen Pflanzen im Gewächshaus reifen. Der Paprika-Anbau gelingt mit „fertigen“ Jungpflanzen meist einfacher, die im Gartenfachhandel angeboten werden. Die Erntezeit für Paprika liegt im Juli.

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