Kellerausbau: Was muss man beachten?

    Von Partykeller bis Souterrain-Wohnung: Keller können vielfältig genutzt werden. Notwendig ist jedoch ein Kellerausbau, der aus dem dunklen Kartoffel-Lagerplatz ein gemütliches Zimmerchen für Feten und weiteres macht.

    kellerausbau
    © hlhering / http://www.pixelio.de

    Der Keller unter dem Eigenheim schlummert meist schon seit Jahrzehnten einfach so vor sich hin. Kartoffeln, Gemüse und Einweckgläser werden in vielen Kellern im Regal gelagert. Liebhaber guter Reben-Tropfen nutzen ihren Keller auch gern als Weinkeller. Nicht selten dient der Keller auch als Lagerplatz für alle Gegenstände, die für den Müll zu schade sind, aber dennoch nicht mehr gebraucht werden. Mit einem Kellerausbau wird das triste Dasein der Kellerräume beendet und sogar Wohnraum kann zusätzlich entstehen.

    Hausbesitzer, die in ihrem Keller zusätzlichen Wohnraum schaffen möchten, müssen sich dabei an bestimmte Bauauflagen halten. Vorgeschrieben ist eine Mindesthöhe für Keller, ohne die sie nicht in Wohnräume umgewandelt werden dürfen. Auch kleine Kellerfenster sind nicht erlaubt: Mindestens zehn Prozent der Grundfläche müssen auf die Fenster entfallen. Auch die Treppe in den Keller muss den baulichen Anforderungen der zuständigen Landesbauordnung entsprechen. Die Voraussetzungen gelten nur für Wohnräume wie Wohn- und Schlafzimmer, sowie die Küche. Eine zusätzliche Toilette im Keller, eine Rumpelkammer oder Wellness-Landschaften dürfen auch bei niedrigerer Raumhöhe und ohne Fenster eingerichtet werden.

    Der Kellerausbau benötigt zum Zwecke der Eigennutzung keine Genehmigung, ist aber bei Planung zusätzlicher Wohnungsräume genehmigungspflichtig. Hausbesitzer, die ihre Kellerräume als Souterrain-Wohnung ausbauen und vermieten möchten, müssen dieses Vorhaben bei der Baubehörde anzeigen. Zusätzliche Wände können im Keller problemlos gemauert werden, während tragende Wände aber nicht entfernt werden dürfen. Ein Architekt ist hier in allen statischen Fragen behilflich.

    Da Keller nicht als Wohnräume konzipiert wurden, müssen sie beim Kellerausbau ausreichend abgedichtet und gegen Wärmeverluste gedämmt werden. Feuchte Keller, besonders in älteren Häusern, müssen vor Beginn der Bauarbeiten professionell trocken gelegt werden. Eine Kellerdeckendämmung hilft beim Energiesparen und kann einfach an die Decke angeklebt werden. Mit einer Fußbodenheizung bekommen auch Souterrain-Bewohner keine kalten Füße.

    Kellerräume können auch sehr gut als Arbeitszimmer oder Hobby-Raum umfunktioniert werden. Auch eine eigene Sauna findet im ehemaligen Kartoffelkeller Platz.

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