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Worauf es beim Immobilienkauf im Einzelnen ankommt

Wer sich für den Erwerb einer Wohnung oder eines Hauses interessiert, muss sich um mehr kümmern als um die reine Abwicklung des Geldtransfers. Auch die Immobilienbewertung, -pflege und -versicherung will geregelt sein.

Nicht nur die Beschaffung eines passenden Immobilienkredits oder die Regelung der Formalitäten bei einer Direktbezahlung ist beim Immobilienerwerb von Bedeutung. Gleichzeitig steht auch eine Vielzahl weiterer Fragen an. So gilt es zunächst einmal, den eigentlichen Wert eines Hauses zu ermitteln. Die entsprechenden Sachgutachten benötigen dann eine gewisse Zeit, bis sie fertig ausgearbeitet vorliegen. Falls mehr als ein Gutachten erstellt wurde, folgen sodann der Vergleich und die abschließende Eigenbewertung. Erst auf dieser Grundlage ist eine Verhandlung über den Verkaufspreis in seriöser Weise möglich. Schätzwerte geben im Zweifelsfall nur eine grobe Marschrichtung vor.

Da nach einem Immobilienerwerb die Wohnung oder das Haus auch einer entsprechenden Substanzerhaltung und Pflege bedarf, ist es zudem anzuraten, auch die entstehenden Folgekosten bereits von Beginn an im Blick zu haben. So wird beispielsweise vermieden, dass zwar das finanzielle Budget für den Hauskauf reicht, schon wenige Jahre später aber Engpässe entstehen, die an die Leistungsgrenze gehen. Eine Abschätzung der Folgekosten für Instandhaltungsmaßnahmen, Reparaturen o. ä. sollte nach Möglichkeit ebenfalls auf belastbaren Berechnungen beruhen. Hierzu lassen sich Vergleichswerte ähnlicher Objekte heranziehen, sofern aus der jeweiligen Situation heraus keine gesonderten Aufstellungen erforderlich sind.

Auch zu den Versicherungen im Zusammenhang mit Wohnungsbesitz (z. B. Gebäudeversicherung) sollte sich der Käufer rechtzeitig informieren. Insbesondere sind aber auch alle steuerlichen Belange eigens zu erörtern, die bereits ab Kauf, aber ebenfalls bei einem späteren Verkauf, Vererbung und dergleichen zu beachten sind. Bei jedem Immobilienerwerb entstehen also eine große Bandbreite unterschiedlicher Einzelfragen, die, jeweils für sich genommen, bereits ein großes Maß an Zeiteinsatz erfordern. Anstatt alle diese Aufgaben eigenständig abzuarbeiten, kann es sich dabei auch anbieten, auf die Hilfestellung von Immobilienexperten zuzugreifen. Auch so mancher Leitfaden in schriftlicher Form dürfte sich als nützlich erweisen. Bücher und Ratgeberliteratur gibt es in diesem Bereich ebenso wie es auch diverse Beratungsstellen bzw. Verbraucherbehörden mit ausgebildeten Mitarbeitern. Derart begleitet fällt die Durchführung eines Hauskaufs gleich um einiges leichter. Vor allem ist man auf diese Wiese eher vor der Gefahr gefeit, die eine oder andere "Kleinigkeit" zu vergessen. Sehr ärgerlich wäre es zum Beispiel, wenn man im Zuge eines Hauskaufs eine wichtige Terminfrist versäumt und sich deshalb das gesamte Vorhaben unnötig verzögert. Solche Pannen können schlussendlich in einer ungünstigen Konstellation gar zum Platzen eines bereits sicher gewähnten Kaufabschlusses führen. Wer etwa die benötigte Geldsumme nicht zum vereinbarten Termin parat hat, muss gegebenenfalls damit rechnen, dass kurze Zeit später ein anderer Käufer den Zuschlag erhält. Ein Hauskauf ist mitunter eine nervenaufreibende Angelegenheit, mit der sich der Normalbürger allerdings auch in der Regel nicht allzu häufig in seinem Leben beschäftigen muss. Hat alles geklappt und die vier Wände können bezogen werden, (oder als Anlagetitel vor sich hin schlummern) ist dann die Freude umso größer.

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