Gemauerte Aquarien müssen genau geplant werden
Im Gegensatz zu herkömmlichen Aquarien besitzen gemauerte Aquarien nur eine Glasscheibe in der Front. Die Rückwand und Seiten werden komplett gemauert. Sie lassen sich gut in Ecken oder Winkel von Räumen integrieren.
Wer sich für gemauerte Aquarien interessiert, muss über entsprechende Kenntnisse verfügen oder vor der Aufstellung mit einem Fachmann sprechen. Die Statik des Untergrundes, auf dem das Aquarium stehen soll, muss genau überprüft werden. Je nach Größe des Aquariums ist das Gewicht des Wassers ausschlaggebend für die Bauweise und das Gesamtgewicht, bzw. ob das Aufstellen überhaupt möglich ist. Wird es direkt auf dem Fundament im Keller oder Erdgeschoss gebaut, bietet der Untergrund mehr Stabilität. In manchen Fällen ist ein Unterbau, der die Belastungen aushalten kann, als Verstärkung ausreichend. Der Bau eines solchen Aquariums in einer Etagenwohnung ist erheblich schwieriger, und es sollte nicht ohne vorherige Prüfung durch einen Statiker aufgestellt werden.
Anhand einer physikalischen Formel lässt sich das Gesamtgewicht für gemauerte Aquarien berechnen. Entscheidende Faktoren sind die Konstruktion an sich und die Menge des benötigten Wassers. Dementsprechend müssen vor dem Bau alle Voraussetzungen erfüllt sein, auch die Stärke des Glases ist für das Gelingen entscheidend. Sie richtet sich nach der Größe und dem Fassungsvermögen in Litern. Alle Berechnungen, die der Glasstärke und der Stabilität der Mauern, müssen von Fachleuten durchgeführt werden. Nicht nur die Scheibe ist dem Wasserdruck ausgesetzt, auch die Wände müssen dem Gewicht standhalten können, zuzüglich des Gesamtgewichtes. Passieren dabei Fehler, sind die Konsequenzen weitreichend.
Gemauerte Aquarien müssen besonders gut abgedichtet werden, da die Frontscheibe nur mit Silikon eingesetzt wird. Der Innenraum des Aquariums kann mit Teichfolie ausgelegt und so fixiert werden, dass kein Wasser durchdringen kann. Geschieht dieses nicht ausreichend, können dauerhafte Schäden an der gesamten Konstruktion durch das Entweichen von geringen Wassermengen entstehen. Eine weitere Variante wäre, die Innenflächen zunächst zu verputzen und anschließend mit speziellem Aquariummörtel zu versiegeln. Der Vorteil darin liegt, dass man so einerseits die Fische vor dem direkten Betonkontakt schützt und andererseits so den Hintergrund (die Innenansicht) individuell formen und kreativ gestalten kann.
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