Petroleumlampen: Von der Docht- bis zur Glühlichtlampe
Die Menschheit lässt sich bereits seit vielen Jahrhunderten von Petroleumlampen durch das Dunkel geleiten. Die Funktionsweise und die verschiedenen Lampentypen von Petroleumleuchten sind für jedermann interessant.
Petroleumlampen leuchten mit der Kraft von fünf bis 30 Haushaltskerzen und können speziell auch im Außenbereich genutzt werden. Sie bestehen aus einem Glaszylinder, einem Brenner, einem Docht und einem Tank für das Erdöl. Der Brennstoff steigt in der Leuchte nach oben und vergast am Ende des Dochtes, der angezündet wird. Der Brenner der Petroleumleuchte führt genau so viel Luft zu, wie für eine helle Flamme gebraucht wird. Bei einer erhöhten Luftzufuhr würde die Flamme der Petroleumlampe ähnlich der eines Bunsenbrenners in einem blauen Licht erstrahlen – bei wenig Luft rußt die Flamme.
Moderne Petroleumleuchten sind eine günstige und allzeit einsatzbereite Lichtquelle. Petroleumlampen brennen mit einer Füllung Erdöl bis zu 20 Stunden. Wann die Petroleumlampe erfunden wurde, ist unbekannt. Sie löste allerdings nach Erfindung des zugehörigen Brenners die früher weit verbreitete Öllampe ab. Die ersten Petroleumleuchten verbreiteten noch einen starken, unangenehmen Geruch und zeigten eine starke Rußentwicklung. Viele Öllampen wurden nach der Erfindung der Petroleumleuchte für den Brennstoff Petroleum umgebaut.
Petroleumleuchten werden bis heute hergestellt und werden heute als Dochtlampe, Glühlicht-Lampe und Starklichtlampe im Fachhandel angeboten. Bei einer Docht- oder Luftzuglampe handelt es sich um die klassische Version der Petroleumleuchte: Einen Flachbrenner, Kosmosbrenner oder Flammscheibenbrenner. Alle Brennertypen sind mit einem geeigneten Glaszylinder ausgestattet, der für eine optimale Lichtentwicklung benötigt wird.
Starklichtlampen werden hingegen mit einem Glühkörper betrieben und verdampfen entweder Benzin oder Petroleum. Starklichtlampen bieten ein deutlich helleres Licht als ihr Vorgänger, die herkömmliche Dochtlampe. Starklichtlampen müssen immer vorgewärmt werden und sind relativ aufwendig zu warten. Die Petroleum-Glühlicht-Lampe ist eine Mischform von herkömmlicher Dochtlampe und Starklichtlampe. Petroleum-Glühlicht-Lampen saugen den Brennstoff ein und versorgen über eine Flamme den Glühstrumpf. Glühlichtlampen werden auch mit Benzin oder Spiritus betrieben und noch heute, als Lampe namens „Aladin“, gebaut.
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