Ein Strom-Preisvergleich lohnt sich meistens sehr
Der Strom aus der Steckdose ist zwar immer der Gleiche, hat aber nicht immer den gleichen Preis. Ob man den Stromanbieter wechseln sollte, hängt aber auch von zahlreichen anderen Faktoren ab.
Zwar kann man Strom schlecht handeln, da eine Spannung vom Erzeuger nicht gezielt und dezentral transportiert werden kann. Aber man darf den Anbieter in Deutschland frei wählen, daher erzeugt die Konkurrenz unter den Stromanbietern teilweise günstige Konditionen für die Stromkunden. Die Anbieter können den Strom zwar nur lokal generieren, allerdings handeln sie verschiedene Einspeiseleistungen an der Strombörse untereinander aus, daher ist auch eine quasi dezentrale Bereitstellung des Stromes von unterschiedlichen Anbietern möglich. Stromtarife sind weiterhin nicht nur über mehrere Monate oder Jahre unterschiedlich, sondern können auch zu verschiedenen Tageszeiten verschieden sein. Beispielsweise kann eine getrennte Abrechnung der genutzten Leistung zu Spitzenlastzeiten und zu Schwachlastzeiten erfolgen, demzufolge werden bei diesen speziellen Tarifen die Kunden belohnt, deren Hauptstromverbrauch nicht am Abend oder frühen Morgen erfolgt. Allerdings erfordert eine getrennte oder zeitlich gestaffelte Erfassung des Stromverbrauchs spezielle Messgeräte, die man als Kunde in der Regel selbst bezahlen muss.
Die Abrechnung des Stromes erfolgt in Kilowattstunden, welches hierzulande ein sehr gebräuchliches Maß für Haushaltsenergieangaben ist. Daher rechnet man auch andere Haushaltsenergiebereiche in Kilowattstunden ab, wobei die physikalisch gebräuchlichere Einheit für Energie das Joule ist. Neben der Preisfrage für verschiedene Tarife kommt es vielen Kunden auch auf die Herkunft des Stromes an sich an, beispielsweise sind viele Kunden bereit, mehr Geld für Strom aus regenerativen Energiequellen zu bezahlen als beispielsweise für günstigeren Strom aus der Verbrennung fossiler Energieträger oder der Spaltung von Uranisotopen. Allerdings ist gerade die Auswahl des Stromes nach der Quelle höchstens eine moralische Entscheidung, denn die Spannung in der Haushaltsleitung wird immer von einem nahegelegenen Werk aufrechterhalten, selbst wenn dieses ein Atom- oder Kohlekraftwerk sein sollte und man diese Technologien nicht unterstützen will.
Die Einspeiseleistung wird unter den Anbietern an anderer Stelle ausgeglichen, dabei gelten auch länderübergreifende Ausgleiche. Beispielsweise gibt es besonders günstige Stromanbieter aus den Nachbarländern, die ausschließlich Atomstrom bereitstellen, der aber nicht in Deutschland erzeugt wird, aber hierzulande verkauft wird. Wenn man also bestimmte Stromquellen bevorzugt, sollte man sich nach dem Anbieter erkundigen und gegebenenfalls meiden, wenn man diesen nicht unterstützen möchte. Ein Wechsel des Anbieters ist nicht sehr kompliziert; im Internet und zahlreichen Informationsbroschüren finden sich viele Anleitungen und Ratgeber, wie ein Wechsel zu beantragen ist. Viele Gesellschaften nehmen die Arbeit auch ab, wenn man sich für sie entscheidet. Damit greifen sie neuen Kunden unter die Arme.
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