Standheizung nachrüsten: Leichter gesagt, als getan
Eine Standheizung bietet vor allem eins: Komfort. Da sie nur bei Fahrzeugen der Oberklasse ab Werk verbaut ist, muss jeder, der es gerne warm hat, eine Standheizung nachrüsten.

Abhilfe aus dieser Misere schafft eine sogenannte Standheizung. Sie kann auch bei ausgeschaltetem Motor wärme erzeugen und sorgt so schon bevor die Insassen einsteigen für eine warme Fahrerkabine. Dafür wird Treibstoff direkt aus dem Tank in einem Brenner verheizt und die entstehende Wärme dann über einen Wasserkreislauf oder ein Gebläse auf die Innenluft im Fahrzeug übertragen. Bei Systemen mit Gebläse achtet man immer darauf, dass nie Abluft aus der Verbrennung in die Fahrerkabine gerät, weil die Luft keinen Sauerstoff und stattdessen Kohlenmonooxid enthält. Ein giftiges Gas, das nach kurzer Zeit zum Tode führt. Weil die Ansprechzeit im Gegensatz zum Wasserkreislauf höher ist, wird dieses System öfter eingesetzt. Beim erhitzten Wasserkreislauf ist dieser oft mit dem Kühlkreislauf des Motors gekoppelt, was einige Vorteile bringt.
Will man eine Standheizung nachrüsten, kommt prinzipiell nur die Gebläse-Version in Frage, weil das nachträgliche Einbauen eines Wasserkreislaufs technisch sehr schwer oder schlicht zu aufwendig und damit zu teuer ist. Was dem Fahrer beim Nachrüsten offen steht, ist die Steuerung der Standheizung. Nachrüsten kann man sowohl Zeitschalter, Funk-Fernbedienungen, als auch Mobilfunk-Steuerungen, die über das Handynetz arbeiten. Sie haben den Nachteil, dass wegen der Sim-Karte zusätzlich Gebühren entstehen, sind dafür aber in der Reichweite unbegrenzt. Funksysteme sind auf ungefähr einen Kilometer beschränkt. Moderne Fernbedienungen sind mit einer Feedback-Funktion ausgestattet, die bestätigt, dass die Standheizung auch wirklich läuft. Dieses System gibt es auch für Nachrüstsätze.
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