Thema Energie: Die Entwicklung der Heizölpreise
Viele deutsche Haushalte heizen mit Öl. Wie sich die Heizölpreise in den vergangenen Jahren entwickelt haben und welche Faktoren auf dem Markt maßgeblich für einen Preisanstieg oder Preisverfall sorgen lesen Sie hier.

Voraussetzung für das Heizen mit Öl ist der Kauf von Heizöl. Deutsche Verbraucher haben in den vergangenen Jahren eine wahre Berg- und Talfahrt der Heizölpreise hinter sich. Am teuersten war Heizöl im August des Jahres 2008, als es fast die 100 Euro-Marke pro hundert Liter knackte. Der Preisanstieg war seit Mitte des Jahres 2007 nicht mehr aufzuhalten und kletterte von 60 Euro im Januar 2008 auf 96 Euro im August des gleichen Jahres. Ab September 2008 setzte dann ein rapider Preisverfall ein.
Im Januar 2009 war der Heizölpreis bereits auf ein niedrigeres Niveau als im Vorjahr gefallen und fiel im Sommer 2009 sogar unter 50 Euro pro einhundert Liter. Damit wurde wieder das Preisniveau von Januar 2007 erreicht. Für Verbraucher bedeutete der enorme Preisanstieg im Jahr 2008 hohe Zusatzkosten in der Energieversorgung. Selbst den Prognosen der Branchenexperten zur Preisentwicklung ist dabei allerdings nicht immer zu trauen. Für 2009 wurde etwa ein erneuter Preisanstieg prognostiziert, der sich jedoch nicht bewahrheiten konnte. Der Heizölpreis setzt sich dabei nur zu etwa 60 Prozent aus dem Rohölpreis zusammen, zu dem sich die Mineralöl- und Mehrwertsteuer und geringe Zusatzkosten, zum Beispiel für den Transport, addieren. Für Verbraucher gesellt sich zu den Heizölpreisen pro Kilowattstunde noch der Schornsteinfeger, der die Anlage etwa zweimal jährlich prüfen sollte.
Verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren führen zum Anstieg oder Abschwung der Heizölpreise. Deutsche Verbraucher sind dieses Auf und Ab auch an der Tankstelle gewöhnt. Die Preise sinken, wenn sich die Weltwirtschaft wie mit der Finanzkrise in einer Talfahrt befindet. Auch Überkapazitäten an Öl drücken die Preise. Sinkende Heizölpreise hängen zudem mit dem Erstarken des Euros gegenüber dem US-Dollar zusammen. Zu den Teuerungseffekten zählen gute Weltwirtschaftsdaten und gedrosselte Produktionsmengen der OPEC-Staaten.
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