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Thema Kernkraft: Das Problem Endlagerung

Kernkraft sorgt seit den 1950er Jahren für einen Großteil der Energieversorgung. Ein geeignetes Endlager gibt es für die radioaktiven Brennelemente aus Kernkraftwerken allerdings bis heute nirgendwo.

In Kernkraftwerken wird meist aus Uran Strom produziert. Mit Hilfe einer Aktivierungsenergie wie eines Neutrons zerfallen die Atomkerne von Uran oder Plutonium und setzen damit eine ganze Kettenreaktion frei. In einem Kernreaktor kann diese Kernspaltung kontrolliert werden und produziert damit elektrische Energie für Haushalt und Industrie. Kernkraft steht bis heute scharf in der Kritik von Grünen und Anwohnern. Auch die Frage der Endlagerung konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Ganze 41 Industriestaaten nutzen die Kernenergie, aber keiner hat ein echtes Konzept für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle entwickelt.

Brennelemente, die im Atomkraftwerk nicht mehr eingesetzt werden können, sind noch immer hoch radioaktiv und damit für Mensch und Umwelt lebensgefährlich. In Zwischenlagern werden radioaktive Abfälle eingelagert und verbleiben dort so lange, bis ihre Radioaktivität ausreichend abgeklungen ist. Während zwischengelagerte Abfälle noch überwacht werden, soll die Endlagerung eine abschließende, sichere Verwahrung der radioaktiven Abfälle gewährleisten. Etwa 200.000 Jahre muss radioaktiver Müll gelagert werden, um keine Gefahr für Mensch und Umwelt mehr zu sein.

Heute hat sich für die Endlagerung von ausrangierter Kernkraft die Lagerung unter der Erde durchgesetzt. Genutzt werden hierzu auch in Deutschland Grubenschächte von Kalibetrieben. Der radioaktive Abfall befindet sich in geeigneten Behältern und wird durch ein Mehrbarrierensystem aus technischen und natürlichen Hindernissen geschützt. Das Eindringen der Radioaktivität in das Grundwasser ist aber nicht vollständig auszuschließen. Über das Grundwasser gelangt die riskante Radioaktivität an die Umwelt.

Aktuell betreibt keines der 41 Länder, die Kernkraft nutzen, ein taugliches Endlager für den Atommüll. Forscher prüfen etwa in der Schweiz, ob spezielle Bergformationen sich für eine sichere Endlagerung eignen. Bis zu Beginn der 1990er Jahre haben viele Staaten ihren Atommüll auch einfach im Meer versenkt. Viele Behälter im Meer verrotten bereits. Auch Endlagerstätten wie Gorleben sind vermutlich nicht für die Ewigkeit geeignet und werden von der Bevölkerung in breiten Teilen abgelehnt. Vielleicht landet der Atommüll irgendwann im Weltraum? Auf der Erde findet niemand eine geeignete Endlagerstätte.

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