Die Schubkarre: praktischer Helfer in Garten und Beruf

    Schon im antiken Griechenland half die Schubkarre die schwere Arbeit am Bau zu erleichtern und tut dies bis heute in den verschiedensten Bereichen unserer modernen Welt.

    Als Schubkarre bezeichnet man ein Gerät, mit dem Lasten relativ leicht von einer Person transportiert werden können. Solche Transportgeräte werden in der Bauwirtschaft, in sämtlichen Arten der Industrie, in der Landwirtschaft und im Hobby- und Gartenbereich eingesetzt.

    Schubkarren besitzen in der Regel ein Gestell mit einer Kippmulde und einer Achse mit einem einzelnen Rad, das meist im vorderen Bereich befestigt ist. Mit zwei Griffen wird die Last angehoben und „gesteuert“. Man kann die Schubkarre durch Schieben oder Ziehen fortbewegen und dadurch auch Stufen und Gefälle überwinden. Um die Person, die die Schubkarre bewegen möchte, zu entlasten, ist es in den meisten Fällen sinnvoll, das Gewicht der Ladung auf das Rad zu verlagern.

    Schon im antiken Griechenland wurde in zwei Bauinventurlisten aus Eleusis von 408-407 und 407-406 vor Christus erstmals eine Art Schubkarre erwähnt. Dieses einfache Vehikel konnte sich im Laufe der Jahrhunderte zu dem heute gebräuchlichen Arbeitsgerät entwickeln, das aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Auch aus Unterlagen des Mittelalters in der Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts geht hervor, dass es damals schon schubkarrenähnliche Transportkarren gab. Danach gab es immer mehr Schubkarren im Baugewerbe, im Bergbau und in der Landwirtschaft. Die Gesamtzahl blieb aber nach wie vor klein und beschränkte sich auf nur wenige Länder in Europa.

    Die Schubkarre wurde bis in das 20. Jahrhundert vorwiegend aus Holz gefertigt. Manchmal findet man in heutiger Zeit noch Schubkarren dieses Materials in der Scheune eines Landwirts. Später fertigte man die Schubkarre aus Eisen und seit den 1950er Jahren stattet die Industrie die Geräte mit Luftbereifung aus.

    In der heutigen Zeit gibt es viele verschiedene Arten und Ausführungen von Schubkarren. In der klassischen Ausführung ist die Schubkarre mit einer Kippmulde, einem Rad und 85 oder 95 Liter Fassungsvermögen ausgestattet. Darüber hinaus gibt es Geräte mit einer zweirädrigen, wasserdichten Mulde, die mit einem wesentlich größeren Fassungsvermögen von bis zu einigen hundert Litern und manchmal sogar mit Motor ausgestattet sind. Die Qualität eines solches Gerätes ist sehr unterschiedlich. Es gibt für den Hobbygärtner bereits günstige Karren im Baumarkt. Für einen Betontransport auf der Baustelle sind diese Geräte allerdings kaum geeignet. Hier werden höherpreisige und stabilere Geräte eingesetzt, die auch nach Jahren noch treu ihren Dienst verrichten.

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