Totes Meer lautet der Name eines großen Binnenmeeres
Als Totes Meer ist ein großer Binnensee bekannt, der zwischen Israel, Jordanien und dem Westjordanland gelegen ist. Auf die Beschreibung dieses Sees treffen einige Superlative zu.
Warum man diesen großen Binnensee als Totes Meer bezeichnet, ist nicht genau überliefert, man geht aber davon aus, dass diese Bezeichnung im vierten Jahrhundert von Hieronymus geprägt wurde. Bis dahin nannte man den See Salzmeer oder Asphaltsee. Vielleicht nennt man ihn deshalb Totes Meer, weil er extrem salzhaltig ist, und das ist einer der Superlative, die auf das Tote Meer zutreffen. Es ist eines der Gewässer der Erde mit dem größten Salzgehalt. Bis zu 33 Prozent beträgt der Salzgehalt des Wassers und ist damit zehnmal so hoch wie der des Mittelmeers. Es gibt nur wenige Gewässer, die eine minimal höhere Konzentration aufweisen. Dabei ist die Zusammensetzung des Salzes, das man im Toten Meer findet, nicht mit dem von Meersalz vergleichbar. Es enthält unter anderem große Anteile an Bromid, dafür aber nur wenig Sulfat.
Aufgrund seiner Zusammensetzung ist das Salz des Toten Meeres sehr gesund und wird als Heilmittel gegen Hauterkrankungen verwendet. Vor allem Menschen, die von Neurodermitis und Schuppenflechte geplagt sind, soll ein Bad im See Linderung bieten. Daher gibt es einen ausgeprägten Badetourismus am Toten Meer. Beliebte Badeorte sind En Bokek, En Gedi, Neve Zohar und Bab Edh Dhra.
Das Tote Meer hat keinen Abfluss und wird vom Wasser des Jordan gespeist, so dass der Wasserverlust in Folge der Verdunstung ausgeglichen sein sollte. Dennoch trocknet der See immer weiter aus, so dass sein Wasserspiegel fortschreitend sinkt. Und damit ist ein weiterer Superlativ des Sees gegeben, denn das Tote Meer, dessen Wasserspiegel inzwischen rund 420 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist der am tiefsten gelegene See auf der Erde. Die Ufer des Sees bilden zudem die am tiefsten gelegenen Flächen der Erde, die nicht von Wasser oder Eis bedeckt sind. Die Austrocknung des Sees geht weniger auf die Wasserverdunstung zurück als auf den durch Trinkwasserentnahmen reduzierten Zufluss durch den Jordan.
Der Name Totes Meer trifft nicht wirklich auf diesen See zu. Wenn auch keine Fische im Toten Meer leben, so gibt es dennoch Lebewesen, und zwar Pflanzen, wie die Halophyten, die in einer derart salzhaltigen Umgebung leben können, sowie verschiedene Mikroorganismen.
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