Thema Beziehungsberatung: Die Ehe- und Partnerberatung
Was tun, wenn die Partnerschaft nicht mehr funktioniert? Immer mehr Paare greifen mit einer qualifizierten Beziehungsberatung nach dem letzten Strohhalm, um ihre angeschlagene Partnerschaft oder Ehe zu kitten.
Wenn sich zwei nicht mehr verstehen, hilft am besten ein Dritter: Mit einer Beziehungsberatung entscheiden sich Paare für partnerschaftliche Hilfe vom qualifizierten Fachmann. Als Ehe- und Partnerberater sind Psychologen, Sozialpädagogen und Seelsorger tätig. Als Voraussetzung für eine partnerschaftliche Beratung gilt, dass beide Partner in die Beratungen einbezogen werden.
Paare, die sich für eine Beziehungsberatung entscheiden, sollten sich um Voraus eingestehen, dass eine Ehe- und Partnerberatung nur unter Einziehung beider Partner Erfolg verspricht. Die Schuld an der Beziehungskrise ist zudem bei beiden Partnern zu suchen und kann nicht einseitig festgelegt werden. Der Berater sollte gut ausgewählt werden, da eine gegenseitige Akzeptanz als Basis für eine erfolgreiche Beziehungsberatung angesehen wird.
Viele Paare suchen eine Partnerberatung erst dann auf, wenn sich die Ehe oder Beziehung bereits als Trümmerhaufen vor ihnen ausbreitet. Wiederum andere Hilfesuchende wenden sich auch mit scheinbar alltäglichen Fragen an einen Psychologen, Sozialpädagogen oder Seelsorger. Jede Paartherapie strebt die Lösung partnerschaftlicher Probleme an und zeigt Hilfesuchenden auf, wie sie ihre Lebenspartnerschaft bestmöglich gestalten und das eigene Ich in Balance bringen können. Im Rahmen der Beratung werden häufig das Psychotherapieverfahren Gestalttherapie, die Gesprächstherapie nach Carl Rogers und meditative Methoden eingesetzt.
Immer mehr Ehen werden geschieden, immer mehr Beziehungen scheitern. Als häufigste Ursachen für Ehekrisen gelten wirtschaftliche Probleme in der Ehe und mangelhafte Vorbereitungen auf die Ehe. Frauen und Männer pflegen zudem zunehmend ihre Individualität und sind heute nicht mehr bereit, für die Ehe ein Stück von sich selbst aufzugeben. Eine Partnerberatung sollte von Paaren nicht als notwendiges Übel zum Glück, sondern als Chance auf eine erfüllte Beziehung verstanden werden. Wenn sich die partnerschaftlichen Differenzen jedoch auch in der Therapie nicht ausräumen lassen, begleitet der Berater beide Partner auch mit der Trennungsphase in ein neues Leben ohne den Partner – aber auch mit neuen Möglichkeiten.
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