Gold, das gelb glänzende Edelmetall fasziniert die Menschen bereits seit Jahrtausenden. Obwohl Gold innerhalb des S&P GSCI (Goldman Sachs Commodity Index) – gemessen an seiner globalen ökonomischen Bedeutung - lediglich ein Gewicht von 2,77 Prozent (Stand: Ende Dezember 2009) einnimmt, ist der Stellenwert von Gold bei Anlegern in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Dies war nicht immer so.
Während das Gold zwischen 1980 und 1999 wenig gefragt war und der Goldpreis in diesem Zeitraum u.a. aufgrund von massiven Goldverkäufen großer Notenbanken von 850 auf 250 USD abgestürzt war, erlebt Gold seit 2001 ein eindrucksvolles Comeback. Da sich Investoren 1999 vor allem auf Telekommunikations-, Internet- und Medienaktien stürzten, ließen sie Gold und andere Rohstoffe links liegen. Die niedrigen Goldpreise pro Feinunze machten den Abbau betriebswirtschaftlich uninteressant, führten zu einem massiven Gold-Minensterben und einem deutlichen Rückgang der Förderkapazitäten.
Wie beim Öl löste auch beim Gold ein massives Nachfragewachstum – erneut aus China und Indien – bei zugleich knapper gewordenem Angebot einen deutlichen Sprung des Goldkurses aus. Im Zuge der Dollarschwäche und der internationalen Finanzkrise wird das Edelmetall Gold wieder verstärkt als Krisenwährung wahrgenommen. So stieg der Preis für eine Feinunze Gold von 250 (1999) auf ein Allzeithoch am 3. Dezember 2009 an. An diesem Tag mussten am Spotmarkt in New York 1.226,20 US-Dollar pro Unze Gold gezahlt werden.
Goldpreise für die unmittelbare physische Lieferung werden am Spotmarkt gehandelt. An den Future- und Optionsmärkten hingegen, werden die Preise für Lieferungen in der Zukunft festgesetzt. In der Regel entwickeln sich der Gold-Spotpreis als auch der Gold-Futurepreis parallel.
Investieren in Gold: Eine Investition in Gold kann sowohl durch den physischen Kauf als auch den Wertpapierhandel erfolgen. Aufgrund der hohen Lagerkosten sind physische Investments in Gold eher die Ausnahme. Überwiegend werden Investitionen in Gold über Rohstoff bzw. Gold-Indizes und damit über Futures bzw. andere Gold-Derivate getätigt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Investmentfonds, die in Gold investieren, Gold-ETFs bzw. Gold-ETCs sowie Gold-Zertifikate und Hebelprodukte, denen Gold oder Gold-Aktien zugrunde liegen.
Für Investoren, die Finanzkrisen bzw. eine Flucht in Gold und andere Edelmetalle erwarten, bieten Minengesellschaften aus diesem Sektor eine mögliche Absicherungsstrategie. Sollte ein Investmentfonds nicht nur Produzenten bzw. Förderer der Edelmetalle, sondern auch kleine Explorationsgesellschaften beinhalten, könnte dies zu einer überdurchschnittlichen Volatilität führen. |