Die Transformation kommt zum Abschluss. Es geht voran, auch mit
dem Aktienkurs
Aegon vollendet Selbstzerschlagung
Von
klaus-max-smolka
16.04.2026, 11:28Lesezeit: 3 Min.
Der Versicherer Aegon schafft sich ab. Er hat seine
Niederlandegeschäfte verkauft, zieht in die USA, benennt sich um.
Ein Schritt fehlte noch: der Verkauf einer Milliardensparte. Sie
geht nun an einen Konkurrenten.
Der niederländische Versicherer
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/thema/aegon vollendet seine
Selbstzerschlagung. Er verkauft sein Großbritanniengeschäft außer
der dortigen Vermögensverwaltung für rund zwei Milliarden Pfund
an den Konkurrenten Standard Life. Der zahlt in bar und eigenen
Aktien. Aegon positioniert sich in erster Linie als Anbieter von
Lebensversicherungen und Pensionsversicherungen in Amerika.
Aegon erfüllt damit die letzte große Aufgabe, die sich das
Unternehmen in seiner Wandlung vom niederländischen zum
amerikanischen Unternehmen gesetzt hat. Es zieht in die
https://www.faz.net/aktuell/politik/thema/usa und nimmt den Namen
der US-Tochtergesellschaft Transamerica an. Die Transformation
hatte begonnen, als der damals noch in Den Haag ansässige
Versicherer und Vermögensverwalter den Niederlandezweig an den
heimischen Konkurrenten ASR abgab. Das Geschäft bestand fortan zu
gut zwei Dritteln aus US-Aktivitäten.
Im vergangenen Jahr zog Aegon in ein Geschäfts- und
Konferenzzentrum am Flughafen Schiphol. Der juristische Sitz war
in der Zwischenzeit nach Bermuda gewechselt.
Vorstandsvorsitzender Lard Friese kündigte an, den Umzug beider
Sitze in die Vereinigten Staaten zu „prüfen“: üblicherweise eine
Vorentscheidung, die später nur noch formal zu bestätigen ist.
Dieser Entschluss folgte im Dezember anlässlich eines
Kapitalmarkttags. Die Erstnotiz an der Börse soll ebenfalls in
Amerika erfolgen. Weiter wurde beschlossen, das noch verbliebene
Auslandsgeschäft außerhalb Amerikas weiter auszudünnen: Aegon
stellte das Großbritanniengeschäft zum Verkauf.
750 Millionen Pfund in bar
Dafür bezahlt Standard Life nun 750 Millionen pfund in bar, wie
Aegon am Mittwoch mitteilte. Außerdem bekommen die Niederländer
15,3 Prozent als Anteil an Standard Life. Sie steigen damit zum
größten Aktionär vor der japanischen MS&AD und der Aberdeen
Group auf. Standard Life ließ wissen, mit der Übernahme entstehe
Großbritanniens größter Lebens- und Rentenversicherer mit rund 16
Millionen Kunden und
einem verwalteten Vermögen von rund 480 Milliarden Pfund. Der
britische Versicherer habe viel Erfahrung mit der Integration
komplexer Versicherungsbestände. Das Vermögensverwaltungsgeschäft
in Großbritannien bleibe auch nach dem Verkauf der
Versicherungstochtergesellschaft Teil von Aegon, hieß es in der
Mitteilung. Aegons Aktie verlor in Amsterdam bis zum frühen
Nachmittag leicht überproportional zum Verlust des
Standardwerteindex AEX an Wert...
Vollständiger Artikel ist hier zu finden:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/aegon-verkauft-milliarden-sparte-an-standard-life-accg-200733949.html