Hier ein etwas ausführlicherer Bericht zum heutigen Auftrag:
https://www.nebenwerte-magazin.com/fortec-entdeckt-den-defense-markt-millionenauftrag-koennte-erst-der-anfang-sein/
Gestern fand in München die Hauptversammlung für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2024/25 statt.
Anwesend waren ca. 200 Aktionäre, die insgesamt 1.135.011 Aktien =
34,92 % der Stimmrechts vertreten haben.
Ich habe an der HV teilgenommen und veröffentliche hier nun meinen
Bericht.
Er beinhaltet Aussagen von Herrn Ermel, Herrn Christansen
(Vorstände), Herrn Schubert (Aufsichtsrat) sowie der anwesenden
Aktionäre.
Ich gebe es als kompakte Zusammenfassung so wieder, wie ich es
verstanden habe.
Wegen der Länge der HV und meiner Zugbindung musste ich die HV
leider vor Beendigung verlassen.
Herr Ermel hat die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres
ausführlich erläutert.
Herr Christansen hat sich als neues Vorstandsmitglied vorgestellt
und seinen Schwerpunkt mit
- Kapitalmarkt IR/PR
- Liquiditätsmanagement
- Operatives Controlling
- Compliance
umschrieben.
Er machte einen kompetenten und engagierten Eindruck. Seine
Erfahrungen werden für Fortec sicher zum Vorteil sein.
Einen größeren Raum nahm die Abberufung von Frau Maile im Oktober
letzten Jahres ein und die damit einhergehenden Änderungen im
Vorstand sowie die Verschiebung des Konzernabschlusses.
Ich will es kurz fassen:
Der Abschlussprüfer habe Unregelmäßigkeiten bei einer
Tochtergesellschaft in Tschechien festgestellt, welche im
Verantwortungsbereich von Frau Maile gelegen hätten.
So wie ich es verstanden habe, ist es um einen Vertrag mit
nahestehenden Personen gegangen, dem keine Gegenleistung gegenüber
gestanden haben soll.
Ein Compliance-Verstoß, bei dem der Aufsichtsrat habe handeln
müssen. Im Interesse der Aktionäre, der Gesellschaft und um nicht
selbst haftbar gemacht zu werden.
Inzwischen sei der Sachverhalt aufgeklärt worden.
Ein wesentlicher wirtschaftlicher Schaden für die Gesellschaft sei
nicht entstanden.
Die Abberufung wegen des Compliance-Verstoßes jedoch
gerechtfertigt.
Die Abberufung sei nun Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens.
Termine hätten noch nicht stattgefunden.
Bei diesem Thema ging es bei der Aussprache auch darum, um was für
einen Vertrag es sich gehandelt und wer diesen tatsächlich
abgeschlossen und unterschrieben habe.
Möglicherweise bestand dieser Vertrag schon, bevor Frau Maile zur
Vorstandsvorsitzenden wurde.
Eine sachliche Aufarbeitung steht m. E. wohl noch aus.
Es gab im Zusammenhang mit der Abberufung von Frau Maile teilweise
sehr emotionale und vom Aufsichtsrat Herrn Dr. Bastin auch
nachvollziebar gerügte Aussagen von Aktionärsseite, indem z. B. von
der 'Kreuzigung der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden" gesprochen
wurde.
Die Art der Kommunikation der Abberufung von Frau Maile mit einem
Einbruch des Aktienkurses wurde von mehreren Aktionären
kritisiert.
Zudem wurde von Aktionärsseite darauf hingewiesen, dass Frau Maile
das Unternehmen viele Jahre erfolgreich und mit steigenden
Dividenden geführt habe, wofür ihr Dank gebühre.
Ein anderer Aktionär sprach hingegen Unstimmigkeiten innerhalb des
Vorstandes an und sieht in der Neubesetzung auch eine Chance für
das Unternehmen.
Frau Maile, die weiterhin Aktionärin der Fortec Elektronik AG ist,
war selbst nicht anwesend, sie ließ sich jedoch vertreten.
Auf Nachfrage wies der Aufsichtsrat darauf hin, dass der
Großaktionär keinen Einfluss auf die Abberufung von Frau Maile
genommen habe.
Auch dem aktionärsseitig erhobenen Vorwurf, dass Herr Ermel zum
30.06.2026 zurücktreten wolle, wurde widersprochen.
Dass Herr Ermel seinen am 30.06.2026 auslaufenden Vertrag nicht
verlängern möchte, habe schon vor der Abberufung von Frau Maile
festgestanden. Er habe einen Vertrag seines vorherigen Arbeitgebers
angenommen.
Die zeitgleiche Veröffentlichung mit der Abberufung von Frau Maile
sei zufallsbedingt.
Bis zum 30.06.2026 solle ein neuer Vorstand gefunden werden. Das
Auswahlverfahren laufe und es hätten bereits erste Gespräche
stattgefunden. Die Gesellschaft sei nicht führungslos.
Bis zum 30.06.2026 werde sich Herr Ermel mit vollem Einsatz der
Gesellschaft widmen.
Herr Ermel selbst hoffe, bis dahin noch einige positive
Pressemitteilungen veröffentlichen zu können.
Er sehe bei Fortec weiterhin ein riesiges Potential.
Herr Ermel stellte das Unternehmen und die Tätigkeitsbereiche kurz
vor:
- Transportwesen/Railway
- Industrie
- Medizintechnik
- Verteidigung und Sicherheit
- Maritim (Komandobrücken/Displays von kleinen Booten bis große
Schiffe)
Zur wirtschaftlichen Unternehmensentwicklung ist zu sagen, dass die
Probleme des Vorjahres 2023/24 auch auf das Geschäftsjahr 2024/25
zugetroffen haben und teilweise auch im laufenden Geschäftsjahr
2025/26 bestehen (Handelskonflikte, Zölle,
Investitionszurückhaltung, zu hohe Kostenstrukturen).
Dies trifft ebenso auf die Mitwettbewerber zu.
Fortec begegnet dem mit zahlreichen Maßnahmen:
- Erhöhte Marketingaktivitäten und Kundenfocussierung
- Erschließung neuer Märkte (USA, MENA Region mit der
Tochtergesellschaft in Kairo)
- Optimierung der Vertriebsstruktur
- Kostenreduzierung
- Entwicklung eigener Produkte und ganzheitliche Projekte
- Präsenz auf Digii Key (Plattform für die Elektroindustrie ähnlich
Amazon)
- Stärkung der Marktpräsenz
- Messeauftritte
Erste Erfolge seien bereits sichtbar wie z. B. das Wachstum im
Defencebereich auf den inzwischen 15 % des Umsatzes entfielen. Auch
in den USA verspüre man wieder Optimismus und Großbritannien laufe
gut. In Deutschland sei es noch schwierig.
Gleichwohl werde es noch einige Monate dauern, bis alle Maßnahmen,
die zuerst auch mit Ausgaben verbunden seien, vollständig umgesetzt
werden könnten.
Das aktuelle Geschäftsjahr 2025/26 sei daher ein Übergangsjahr. An
der aufgestellten Prognose werde festgehalten (Umsatz 80 bis 85 Mio
Euro, EBIT 0,9 bis 2,1 Mio Euro).
Die neu erworbene Firma Notrott BV werde aus bilanztechnischen
Gründen erst im nächsten Geschäftsjahr vollständig zum Ergebnis
beitragen können. Im lfd. Geschäftsjahr werde das Ergebnis von
Notrott auf dem Papier eher bei 0 Euro liegen.
Mit Notrott habe man nicht nur einen interessanten Markt sondern
auch Technologie erworben.
Für 2027/28 werde im Konzern eine EBIT-Marge von 5 bis 8 %
angestrebt, die mit dem Ziel 2030 über 10 % bei dann 120 bis 130
Mio Euro Umsatz liegen solle.
Die mittelfristige Prognose habe somit bestand.
Unter Berücksichtigung des Gewinns und der Liquidität solle an der
Dividendenkontinuität festgehalten werden.
Mit zuletzt 19,2 Mio Euro habe die Liquidität ein sehr hohes Niveau
erreicht.
An einer hohen Liquidität wolle man auch festhalten, um flexibel
auf Marktgeschehnisse reagieren zu können.
Akquisitionen seinen gegenwärtig dabei nicht beabsichtigt. Hier
wolle man zuerst wieder die Rentabilität der Gesellschaft steigern
und auf den neuen Vorstand warten.
Mein persönliches Fazit:
Die Gesellschaft ist am Markt mit nachgefragten Produkten in
wachstumsstarken Branchen gut aufgestellt und erwirtschaftet trotz
aller wirtschaftlichen Herausforderungen ein positives
Ergebnis.
Schwachstellen (Kostenstrukturen) wurden identifiziert und sollen
mit zahlreichen Maßnahmen behoben werden.
Fortec ist nach wie vor mit hoher Liquidität ausgestattet und will
die Dividendenkontinuität beibehalten.
Der Umsatz-u. Gewinnrückgang gepaart mit den Veränderungen im
Vorstand haben zur Verunsicherung am Markt geführt. Der darauf
folgende Rückgang des Aktienkurses konnte zwischenzeitlich zum Teil
wieder aufgeholt werden.
Nun wird man abwarten müssen, wer das Unternehmen spätestens ab dem
01.07.2026 führen wird und insbesondere ob die Maßnahmen zur
Kostenreduzierung und Steigerung der Rentabilität greifen.
Steigende Auftragseigänge würden die Wende zu wieder besseren
Ergebnissen unterstreichen.
Das Festhalten an den mittelfristigen Zielen sehe ich somit erstmal
positiv. Die Hoffnung von Herrn Ermel, bis zum 30.06.2026 noch
einige positive Pressemitteilungen veröffentlichten zu können,
könnten diese Ziele vielleicht noch mit Fakten untermauern.
Sollten sie erreicht werden, würde man dann wahrscheinlich
rückwirkend sagen, wie günstig der Aktienkurs im Februar 2026
war.
Auf der anderen Seite äußerten einige Aktionäre die Befürchtung,
dass ein neuer Vorstand als erstes die mittelfristigen Ziele
einkassieren könnte.
Für Spannung ist also gesorgt.
Ich hoffe, dass es in diesem Jahr auch wieder einen freien Bericht
von GSC Research geben wird.
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Der Höchststand, in den letzten 52 Wochen, der FORTEC Elektronik Aktie lag bei 16,850EUR (am 12.06.25). Laut aktuellem Kurs ist die FORTEC Elektronik Aktie -28,49 % vom 52 Wochen-Hoch entfernt.
Der Tiefststand, in den letzten 52 Wochen, der FORTEC Elektronik Aktie lag bei 9,4000EUR (am 05.11.25). Laut aktuellem Kurs ist die FORTEC Elektronik Aktie +28,19 % vom 52 Wochen-Tief entfernt.
Das durchschnittliche Kursziel von Analysten liegt bei -. Auf Basis des aktuellen FORTEC Elektronik-Kurses von 11,900€ ergibt sich ein erwartetes Potenzial von nan %. Die Aktie gilt also bei Analysten als unterbewertet.
Die durchschnittliche Rendite zeigt, wie stark der Wert im Schnitt pro Jahr gewachsen ist. Dafür nutzen wir den CAGR, also die jährliche Durchschnittsrendite über den jeweiligen Zeitraum.
Darunter findest du für FORTEC Elektronik: Durchschnittliche Rendite 3 Jahre: -25,77 % Durchschnittliche Rendite 5 Jahre: -7,84 % Durchschnittliche Rendite 10 Jahre: -2,42 %
Die FORTEC Elektronik Aktie verbucht über 1 Jahr eine Performance von -23,49 %. Über den Zeitraum von 3 Jahren hat die FORTEC Elektronik Aktie eine Performance von -59,15 %.
FORTEC Elektronik zahlte eine Dividende von 0,4000. Das entsprach einer Dividendenrendite von 2,8200 %. Weitere Dividendentermine finden sie hier
Profil zur FORTEC Elektronik Aktie - WKN: 577410 ISIN: DE0005774103
FORTEC Elektronik ist ein mittelständischer Anbieter von industrieller Elektronik mit Fokus auf anspruchsvolle Nischenanwendungen. Das Unternehmen agiert als Bindeglied zwischen internationalen Herstellern und industriellen Endkunden und kombiniert Handel, Systemintegration und eigene Entwicklung. Im Zentrum stehen Komponenten und Lösungen für industrielle Displays, Embedded-Systeme sowie Stromversorgungen, die in Maschinenbau, Medizintechnik, Verkehrstechnik, Automation und weiteren Industrieanwendungen eingesetzt werden. FORTEC positioniert sich damit weniger als Massenanbieter, sondern als Spezialist für langlebige, robuste und kundenspezifisch angepasste Lösungen, die in professionellen Umgebungen über viele Jahre zuverlässig funktionieren müssen.
Die Erlöse verteilen sich im Wesentlichen auf die Bereiche Display- und Embedded-Technologie sowie Stromversorgungslösungen. Im Display-Segment liefert FORTEC industrielle TFT-Displays, Panel-PCs und Monitorlösungen, häufig inklusive Anpassungen bei Gehäuse, Schnittstellen oder Softwareintegration. Im Embedded-Bereich stehen Computer-on-Modules, Boards und Systemplattformen im Vordergrund, die in Steuerungs- und Bediengeräten verbaut werden. Das Power-Segment umfasst industrielle Netzteile, DC/DC-Wandler und USV-Lösungen, die auf hohe Ausfallsicherheit und Effizienz ausgelegt sind. Ein Teil der Wertschöpfung entsteht durch Engineering-Leistungen, Langzeitverfügbarkeit, Logistikkonzepte und Qualitätsmanagement, was die Abhängigkeit von reinen Stückmargen reduziert.
Wirtschaftlich bewegt sich FORTEC in einem fragmentierten Markt mit zahlreichen spezialisierten Wettbewerbern und internationalen Distributoren. Das Unternehmen profitiert von der anhaltenden Digitalisierung industrieller Prozesse, dem Trend zu vernetzten, visualisierten Maschinen und der wachsenden Bedeutung energieeffizienter Stromversorgungen. Wichtige Kennzahlen- und Ergebnistreiber sind die Auslastung im Maschinen- und Anlagenbau, Investitionszyklen in der Industrie sowie die Fähigkeit, höhere Beschaffungskosten und Wechselkurseffekte an Kunden weiterzugeben. Die Bruttomarge hängt stark vom Produktmix zwischen standardisierten Handelsprodukten und höherwertigen, kundenspezifischen Systemlösungen ab, während Akquisitionen und Portfolioerweiterungen die regionale Präsenz und Skaleneffekte beeinflussen können.
Auf der Risikoseite stehen vor allem die Abhängigkeit von industriellen Investitionsgütermärkten, mögliche Verzögerungen in Kundenprojekten sowie Beschaffungs- und Logistikrisiken entlang der globalen Elektronik-Lieferketten. Hinzu kommen technologische Zyklen, bei denen FORTEC sicherstellen muss, dass Produktportfolios regelmäßig an neue Schnittstellenstandards, Displaytechnologien und Effizienzanforderungen angepasst werden. Für eher defensiv orientierte Anleger kann das Geschäftsmodell durch seine Nischenfokussierung und die breite Kundenbasis im industriellen Umfeld interessant sein, bleibt aber konjunkturabhängig. Für wachstumsorientierte Investoren ist vor allem relevant, inwieweit es dem Unternehmen gelingt, margenstärkere Systemlösungen auszubauen und von langfristigen Trends wie Industrieautomation und Medizintechnik-Investitionen zu profitieren, ohne die Kostenstruktur und Lieferfähigkeit aus dem Blick zu verlieren.
FORTEC Elektronik Aktien Kurs und Index Vergleich
Das börsennotierte Unternehmen FORTEC Elektronik ist in Deutschland gelistet. Das Unternehmen verfügt über eine Marktkapitalisierung von 38,68 Mio.EUR und seine Geschäftsaktivitäten sind vorwiegend der Branche Hardware zuzuordnen. Die Aktie verzeichnet eine Jahresperformance von +13,15 %. Die aktuelle Monatsperformance beträgt +7,49 %. Derzeit notiert die Aktie -28,49 % unter ihrem 52-Wochen Hoch und +28,19 % über ihrem 52-Wochen Tief. Der aktuelle FORTEC Elektronik Realtimekurs (05.06.26) liegt bei 11,900€. Damit ist die FORTEC Elektronik Aktie (577410) in 24 Stunden um +1,71 % gestiegen. Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der FORTEC Elektronik Aktie (ISIN DE0005774103) um +7,49 % verändert. Der Gewinn der FORTEC Elektronik Aktie auf 30 Tage, seit dem 07.05.2026, beträgt +14,55 %.
Kursziel FORTEC Elektronik und Analysten Einschätzungen
Die FORTEC Elektronik Aktien Kurs Performance und ein Index Vergleich zeigt eine sehr schwache Wertentwicklung über den Zeitraum von 1 Jahr mit einer Performance von -23,49 %. Die Performance ist in den letzten 52 Wochen negativ und FORTEC Elektronik notiert zurzeit -28,49 % unter dem 52-Wochen Hoch.