Grobe Zusammenfassung der letzten 20 Jahre der Gag AG an der
Börse + Fazit
Die Gag ist als Immobilienunternehmen ausschließlich im Raum Köln
aktiv und bietet günstige Wohnungen für sozial schwache Menschen
an.
Ziel des Unternehmens ist es nicht in erster Linie Gewinne zu
machen sondern eine ausgewogene Miete den Mietern zu geben, dies
ist auch in der Satzung festgeschrieben.
Dies führt dazu das, das Unternehmen Mieten von unter 40 % im
durchschnitt zum Marktpreis akzeptiert.
Aufgrund dieser Tatsache und der damit höheren Kosten pro qm ist
der Gewinn je Aktie im Vergleich zu anderen
Immobilien-Unternehmen die Börsennotiert sind, sehr gering und
somit der Aktienkurs zum tarsächlichen Wert extrem auseinander.
Der Großaktionär die Stadt Köln nutzte diese Tatsache aus und hat
über die AG in den letzten 20 Jahren seinen Anteil auf 88 %
ausgebaut, indem zu günstigen Kursen Aktien über die Börse durch
größtenteils allgemeine Rückkaufangebote plaziert wurden und dann
eingezogen wurden durch die Gag. (Inwieweit dies mit der Satzung
im Einklang ist sollte mal auf der HV geklärt werden,...wieviele
Wohnungen für sozial Schwäche hätten mit dem Geld gebaut werden
können?)
Die Stadt Köln selbst kann als fast pleite bezeichnet werden, da
Sie nur in ausnahmen Aktien erworben hat.
Eine davon war als die Kölner Sparkasse verpflichtet wurde die
Anteile an der Gag zu verkaufen, da ansonsten 350 Mio als
Unterstützung nicht ausgezahlt werden dürfen, Brüssel hatte dies
als Bedingung gemacht.
Da aber den Kleinaktionären die Diskrepanz zwischen NAV und
Börsenwert aufviel, entwickelte sich die Hauptversammlungen zu
einem teilweisen verbalen Schlagabtausch...Aktionäre wollen
Rendite, der Vorstand will dem Gründer bzw. der Satzung
entsprechen und die Stadt Köln will billig dazukaufen auf Kosten
der Gag.
Durch typisch Kölner-Klüngel besetzten Aufsichtsrat wurde hier
nicht entschärft, sondern zu lasten der Aktionäre, der Mieter und
auch des Vorstands, der dies vertreten mußte, im Hintergrund
agiert.
Nach dem Motto Gewinn ist Assozial, wurden teilweise Geld
ausgegeben wie in einem separatem Wohnprojekt für Schwule
(einzigartig in Deutschland) oder eine Werbekampagne für 1 Mio
damit man besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Positiv ist bei mir nur die Werbeclips vom Hausmeister Krause
wahrgenommen worden, allerdings wohn ich auch nicht in Köln.
Das ganze gipfelte in der Übernahme von 1200 Wohnungen, da die
Stadt Köln dies wollte, von Köln-Chorweiler die zwar für 1€
gekauft wurden, kurz vor der Zwangsversteigerung, aber für einen
dreistelligen Millionenbetrag inklusive Kredite saniert wurden
und stand heute jedes Jahr fast 7-7,9 Mio. Verluste
erwirtschaften....dies dürfte sich auch in den nächsten 10-20
Jahre so weitergehen.
Ein riesen Minusgeschäft was nur durch die Gewinne in anderen
Stadtteilen/Mieter aufgefangen wird.
Aufgrund dessen kam es nach langem hin und her zu einer
Sonderprüfung, durch die Kleinanleger, dieser konnte aber keinen
Fehler festellen. (Ich lass es mal, dies zu kommentieren!!! )
Um die Kleinanleger loszuwerden wurde die Börsennotiz in
Düsseldorf gestrichen und nur der Börse Hamburg ist es zu
verdanken das ein vernünftiger Handel stattfinden kann.
4,15 % der Vz liegen bei der Ernst Cassel Stiftung die vom
Gründer gegründet wurde um ebenfalls Bedürftige zu Unterstützen.
( Die Stiftung unterstützt hilfebedürftige Mieterinnen und Mieter
sowie sozial engagierte Institutionen gemäß dem Satzungszweck.)
Der Rest der Aktien sind im Streubesitz bei Kleinanlegern bzw.
teilweise Zurückgekauft und liegen zur Einziehung in der Gag
bereit.
Das Unternehmen hat aktuell ein Grundkapital in Höhe von
16.434.779 Euro, eingeteilt in 9.360.000 Stammaktien und
7.074.779 Vorzugsaktien.
Um den Wert des Unternehmens zu heben habe CDU und FDP vor über
20 Jahren versucht die Gag zu verkaufen, das ganze scheiterte
aufgrund der Proteste der Kölner Bürger und führte zu Neuwahlen.
Seitdem ist der Wert des Unternehmens deutlich gewachsen...so das
aus sicht der Bevölkerung alles richtig gemacht wurde.
Wieviel ist die Aktie wert?
Der Aufsichtsrat und das Management zusammen mit der Stadt haben
fast alles getan um die Kleinanleger los zu werden und ihre
Beteiligung am Unternehmen ausgebaut.
Warum...?
Da die Stadt fast Pleite ist kann man durch die Gewinne der
Immobiliengesellschaft die Schulden deutlich senken.....ein
Komplettverkauf wird aufgrund der Bevölkerung nicht möglich sein,
auch die Stiftung müsste abgefunden werden...für mich nicht
durchsetzbar.
Es bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder eine kontinuierliche
höhere Dividende oder eine hohe Einmalausschüttung, dies
unterhölt aber die Satzung...das Geld soll Ja für Wohnungen
verwendet werden.
Als dritte und letzte Möglichkeit ist eine Pleite wie Berlin in
dem Brüssel/Berlin unterstützung davon Abhängig machen das die
Beteiligung verkauft wird vorstellbar.
NAV
Wieviele von euch Lesern haben darauf gewartet? 😁
Die letzte NAV Berechnung des Unternehmens ist von 31.12.2014 und
weist abzüglich der eigenen Aktien der Gag einen NAV von 175 €
aus.
Da die Mieten seit dem um rund 30 % gestiegen sind, kann sich
jeder selbst dies ausrechnen.
Aber es geht auch etwas hochwertiger...
Der Wert ist relativ einfach zu berechnen, man nehme die qm an
Wohn- und Gewerbefläche der AG multipliziere diese mit dem Wert
je qm Wohnraum in Köln
- der gesamten Schulden : die Anzahl der gesamten Aktien.
Zusammen also rund 3.200.000 Mio qm * 2000 € oder 3000 € je qm -
rund 2.700.000.000 Mrd € Schulden = Ergebnis und dies durch
16.000.000 Mio Aktien teilen...somit kommt man auf einen Wert der
in etwa zwischen 200 € - 300 € je Aktie ist.
Ich halte einen qm Preis von 2000-3000€ aufgrund des Umgangs mit
den Aktionären und des Geschäftsgebahrens und der nur
eingeschränkt Handelbaren Aktie über Hamburg für ausreichend.
Das Problem an der Berechnung ist der Großaktionär....wobei ich
denke das die wirtschaftliche Situation dieses Problem von
alleine Lösen wird.
Ich seh das Unternehmen als Goldersatz + Tagesgeldzinsen....alles
andere ist schön aber kein muss.
Interessant sind zwei Dinge die leider kaum beachtet werden...
1.) Die verdoppelung der Dividende seit 20 Jahren ohne
Grund...das letzte Mal war dies für das 100 Jährige bestehen der
AG 2013....das zeigt das der Großaktionär Geld benötigt und
könnte, wenn dieser weiter erhöht wird für steigende Aktienkurse
sorgen.
2.) Durch das Projekt Chorweiler fallen jedes Jahr deutliche
Verluste an...um dies zu kompensieren wurde meiner Meinung nach
die interne Berechnung der Mieten für die Mieter angepasst.
Die Gesellschaft hat die Mietenberechnung angepasst und richtet
sie nicht mehr am Mittelwert des Kölner Mietspiegels, sondern am
Oberwert für mittlere Wohnlagen aus. (aus dem 2024 Gsc-Bericht)
Daraus folgt deutlich steigende Mieten und damit Gewinne für die
Gag.
Noch ein letzten es wird hier immer um Zwangsabfindung geredet,
da dies in der Satzung steht...wenn der Großaktionär dies wollte
hätte er wohl kaum die Aktien erworben über die Sparkasse direkt
in deren Notverkauf und hätte auch nicht den Anteil erhöht über
die Gag.
Ein Restrisiko ist in jeder AG vorhanden....
Vor ca. 10 Jahren wurden Aktien zu 39 € von der Gag am Markt
erworben, später im Zuge der Einstellung des Handels über
Düsseldorf wurde ein Rahmen von 25 - 50 € als Rückkaufsrahmen von
der Gag geboten....dies ist fast 10 Jahre her!
😎😎😎😎😎😎
😎GrußdeSade!😎
😎😎😎😎😎😎
Interessierte sollten sich immer selbst eine Meinung bilden und
nicht blind Folgen...
Ich Danke dem Team von Gsc-Research dafür das sie seit Jahren zu
den Hauptversammlungen fahren und die Berichte kostenfrei auf
ihrer Homepage einstellen und damit für uns Aktionäre die AG in
einem etwas helleren Licht erscheinen Lassen.